Energie und Dynamik durch das Reformationsjubiläum

Energie und Dynamik durch das Reformationsjubiläum

Audio: Holger Büchner / Onlinefassung: Axel Weber   12.04.2017 | 08:25 Uhr

Das Reformationsjubiläum habe viel Energie und Dynamik ausgelöst, berichtet Dr. Martin Junge, Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes in Genf. Im Gespräch mit SR 2-Moderator Holger Büchner spricht er u. a. auch über die Wahrnehmung der Reformation und deren geschichtliche Einordnung im Jahr 2017.

Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums feiert die evangelische Kirche 2017 das Lutherjahr. Dies habe viel Energie und Dynamik ausgelöst, freut sich der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes in Genf, Dr. Martin Junge. Der „lutherische Weltbund ist in 98 Ländern der Welt vertreten“. Das habe mittlerweile auch eine Wirkung auf die katholische Kirche gezeigt.

Von katholischer Seite her sei eine Anerkennung vieler der Anliegen von Martin Luther zu spüren, berichtet Junge. Die Wahrnehmung und die geschichtliche Verortung der Geschehnisse sei inzwischen eine ganz andere. Beispielsweise würde mittlerweile konkret geäußert, welche “wichtigen Anliegen und Gaben lutherische Kirchen auch insgesamt einbringen“.

Trotzdem habe es auch Schmerz, Trennung und Gewalt gegeben, so Junge weiter, über die man nicht unkritisch hinwegsehen könne. Dennoch sei man heute auf einem guten Weg mit der katholischen Kirche zusammen das Reformationsjubiläum mit Dank, Anerkennung, Freude - aber eben auch einem klaren Geschichtsbewusstsein über die Dinge, die man heute aus historischer Sicht nicht mehr gutheißen könne - anzugehen.

Über dieses Thema wurde in der Sendung "Der Morgen " vom 12.04.2017 auf SR 2 KulturRadio berichtet.

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