Das Forschungsschiff "Polarstern" kehrt datenbeladen zurück

Das Forschungsschiff "Polarstern" kehrt datenbeladen zurück

Ein Gespräch mit Radio-Bremen-Reporter Mario Neumann kurz vor dem Anlegen des Forschungseisbrechers "Polarstern" in Bremerhaven

Jochen Erdmenger. Onlinefassung: Rick Reitler   12.10.2020 | 08:25 Uhr

Nach der Rückkehr des Arktis-Forschungsschiffs "Polarstern" am 12. Oktober wird es nach Einschätzung von Radio-Bremen-Reporter Mario Neumann noch lange dauern, bis alle Daten ausgewertet sind. Klar sei aber schon jetzt, dass in Sachen Klimawandel noch dringenderer Handlungsbedarf bestehe als angenommen.

Es war ein gigantisches Unternehmen: Mehr als 300 Wissenschaftler aus 20 Nationen waren an der rund 140 Millionen Euro teuren internationalen Arktis-Expedition "Mosaic" beteiligt, die seit dem 20. September 2019 - also rund 13 Monate lang - mit dem Forschungseisbrecher "Polarstern" unterwegs war. Am frühen Vormittag des 12. Oktober wird das Schiff zurück in Bremerhaven erwartet. Es handelt sich um den Schlusspunkt für die die größte wissenschaftliche Unternehmung zur Erforschung des Klimasystems Nordpol überhaupt.

Handlungsbedarf in Sachen Klimawandel

Radio-Bremen-Reporter Mario Neumann hat bereits gegen 7.45 Uhr erste Bilder des Eisbrechers in der Nordsee gesehen - begleitet von rund einem Dutzend Booten in Feierlaune. Es werde allerdings noch lange dauern, alle Daten aus dem ewigen Eis auszuwerten, sagte Neumann im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. Klar sei schon jetzt, dass in Sachen Klimawandel noch dringenderer Handlungsbedarf bestehe als angenommen.

Mehr zum Thema:

Das Ende der größten Arktis-Expedition naht
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger im Gespräch mit Dirk Bliedtner, 12.10.2020, Länge: 02:30 Min.]
Das Ende der größten Arktis-Expedition naht
Bei der expedoition "Mosaic" ging es darum, Daten zu sammeln, "um den Klimawandel besser zu verstehen", erinnerte Missionsbeobachter Dirk Bliedtner von Radio Bremen im Gespräch mit SR-Moderator Jochen Erdmenger. Die größte Herausfordertung für das Forscherteam habe darin bestanden, die Expedition trotz Corona am Laufen zu halten. Daneben habe es kleinere Probleme gegeben - etwa, einen russischen Forscher wieder per Fahrrad nach Hause zu bringen.

Ein Thema in der Sendung "Der Morgen" vom 12.10.2020 auf SR 2 KulturRadio. Das Archivbild ganz oben zeigt das Forschungsschiff "Polarstern" am Ablegetag im Hafen von Tromsø (Foto: dpa / NTB Scanpix / Rune Stoltz Bertinussen).

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja