Der FCK hofft auf die Lizenz 2019/20

Der FCK hofft auf die Lizenz 2019/20

Ein Interview mit Bernd Schmitt (SWR)

Audio: Thomas Shihabi / Bernd Schmitt   28.02.2019 | 12:50 Uhr

Der 1. FC Kaiserslautern hat die Antragsunterlagen zur Erteilung einer Lizenz für die Spielzeit 2019/20 beim DFB eingereicht. Der sportlich wie finanziell ziemlich gebeutelte Fußball-Drittligist muss nachweisen, dass er in der Lage ist, die kommende Spielrunde ohne Liquiditätsprobleme durchzustehen. Bis zum Entscheid der DFB-Gremien wird es wohl noch ein paar Wochen dauern.

Zwölf Millionen-Lücke

Nach eigenen Angaben fehlen dem FCK für die Lizenz - Stand 28. Februar - noch zwölf Millionen Euro. Am Ende aber wird der Traditionsclub aus der Pfalz wohl den Segen der DFB-Gewaltigen bekommen, so die Einschätzung von SWR-Redakteur Bernd Schmitt im Gespräch mit SR-Moderator Thomas Shihabi. "Der FCK-Geschäftsführer Finanzen, Michael Klatt, sagte mir, er sei optimistisch, dass es klappt mit der Lizenz", berichtete Schmitt, "garantieren könne er es nicht".

Schuldschein-Darlehen, Fananleihe, Kredit-Reserve

Der SWR-Sportredaktion lägen zurzeit Informationen vor, nach denen der FCK anstrebe, die Liquidität per "Zwischenfinanzierung" aufrecht zu erhalten - "und das mit einem Mix aus Geldquellen".

Der Löwenanteil der Zwölf-Millionen-Lücke solle demnach "mit so genannten Schuldschein-Darlehen" zweier Groß-Gönner gefüllt werden. Auch eine neue "Fananleihe" soll rund 1,5 Millionen Euro in die Kassen spülen. Und "zwei Millionen Euro kann der FCK noch aus einem Kredit bei der Firma Quattrex Sports abrufen - das ist ein Zehn-Millionen-Kredit von 2016, der noch nicht ganz ausgeschöpft wurde", erklärte Schmitt. Der von Verein und Fans "so sehr herbei gesehnte Großinvestor" sei jedenfalls momentan nicht in Sicht.

Dauer-Groß-Investor gesucht

Trotzdem verspüre Schmitt bei sich selbst ein gutes "Bauchgefühl" für die Lizenzerteilung. "Aber man muss ganz klar sagen, dass mit dieser Zwischenfinanzierung die ganzen Probleme einfach nur ein Jahr weiter geschoben sind", räumte der SWR-Redakteur ein. "Es wird nicht ohne den Einstieg eines Großinvestors gehen auf Dauer".

Ein Thema in der Sendung "Bilanz am Mittag" vom 28.02.2019 auf SR 2 KulturRadio.

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