"Ein besonderer Ort der Stille"

"Ein besonderer Ort der Stille"

Die Porzellan-Kirche auf der thüringischen Leuchtenburg

Barbara Renno / Onlinefassung: Fleur Geppert-Gasper  

Am Buß- und Bettag, 21. November, sendet die ARD zum ersten mal einen Fernsehgottesdienst aus der ersten und einzigen Porzellankirche weltweit. Die ist Teil der historischen Leuchtenburg bei Seitenroda im thüringischen Saaletal. Die Umgebung ist bekannt für ihre Porzellanproduktion.

SR-Reporterin Barbara Renno beschreibt das Innere des Gotteshauses durch die elliptisch angeordneten Porzellanlamellen, deren Rückseiten jeweils verspiegelt sind, als klug unterteilt. Die Lamellen reichten vom Boden bis zur Decke, umschlössen den Altarbereich und öffneten sich zum Eingang hin. So sei ein Innenraum im Kirchenschiff entstanden, in dem die Gottesdienstbesucher unter sich sein könnten, ohne sich abzukapseln, so Renno.

Lamellen bieten interessante Durchblicke

Der Kirchenraum sei für sie regelrecht überwältigend gewesen - durch die besondere Anordnung des Lamellenvorhangs und die Beschaffenheit des matt-weißen technischen Porzellans. Betont würde diese Wirkung durch die sphärischen Klänge des sich bewegenden Porzellans.

Auch der Pfarrer der ökumenischen Kirche, Klaus Schreiter, schätzt die Umgebung der Kirche sehr. Immer wieder würde er von Touristen angesprochen, die von der Architektur des Gebäudes beeindruckt seien. Baumeister der Porzellankirche ist Michael J. Brown, ein Schüler des Stararchitekten Daniel Libeskind.

Porzellankirche Leuchtenburg (Foto: Kunze Leuchtenburg (LB-Marketing))

Ein Thema in der Sendung "Canapé" vom 18.11.2018 auf SR 2 KulturRadio.

Artikel mit anderen teilen