Logo-Schriftzug der Sparkasse  (Foto: Ch. Niessen/SR)

Streik bei Banken und Sparkassen

  16.05.2019 | 16:31 Uhr

Angestellte der Sparkassen und Commerzbank aus dem Saarland und der Region Trier haben ihre Warnstreiks am Donnerstag in Saarbrücken fortgesetzt. An der Protestaktion der Gewerkschaft Verdi nahmen nach Polizeiangaben rund 1500 Bankmitarbeiter teil.

Video [aktueller bericht, 16.05.2019, Länge: ab Min. 10:56]
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Nach Angaben der Gewerkschaft blieben in den Kreisen St. Wendel, Saarlouis, Neunkirchen, Merzig-Wadern und im Regionalverband Saarbrücken rund 100 Sparkassen-Geschäftsstellen geschlossen. Auch Filialen der Commerzbank in Saarbrücken, Homburg, St. Wendel und Saarlouis beteiligten sich an dem Streik.

Am Morgen versammelten sich rund 1500 Streikende vor der Europagalerie in Saarbrücken und zogen von dort zum Tbilisser Platz vor dem Staatstheater. Dort gab es eine Kundgebung. Auch in anderen Bundesländern gingen die Bankangestellten heute für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen auf die Straße.

SB-Bereich nicht betroffen

Laut eines Sprechers der Sparkasse Saarbrücken musste trotz des Warnstreiks kein Kunde auf Bargeld verzichten. Die Geldautomaten waren demnach von den Maßnahmen nicht betroffen. Auch das Online-Banking sei uneingeschränkt nutzbar gewesen. Am Freitag sind nach Angaben der Sparkasse alle Filialen wieder geöffnet.

Tarifverhandlungen stocken

Verdi fordert unter anderem sechs Prozent mehr Gehalt. Nach bisher drei Verhandlungsrunden ist eine Einigung mit den Arbeitgebern aber noch in weiter Ferne. Das Angebot der Arbeitgeber beträgt 3,4 Prozent mehr Gehalt über 36 Monate. Auch bei weiteren Forderungen wie der unbefristeten Übernahme von Auszubildenden oder dem Anspruch auf sechs Gesundheits- und Entlastungstage konnte bisher keine Einigung erzielt werden. In der Folge war im April die dritte Verhandlungsrunde abgebrochen worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.05.2019 berichtet.

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