Kölner Rundfunkorchester  (Foto: IMAGO / Horst Galuschka)

Die Gründung des "Kölner Rundfunkorchesters"

ZeitZeichen: 1. September 1947

 

Sendung: Donnerstag 01.09.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Heute vor 75 Jahren wurde das "Kölner Rundfunkorchester" gegründet, gleichzeitig mit dem Rundfunkchor. Musiker und Sänger waren im kriegszerstörten Köln zusammengetrommelt worden, um Musik für den "NWDR" zu produzieren. Eine musikalische Erfolgsgeschichte nahm ihren Anfang…

Viele Klassikpreise, weltberühmte Dirigenten, Auftragskompositionen von Igor Strawinsky und Karlheinz Stockhausen: Die Verdienste der Kölner Musikensembles für die klassische Musik sind unbestritten.

Den Namen "Kölner Rundfunkorchester" gibt es nicht mehr, so wie auch kein NWDR mehr existiert. Stattdessen gibt es das WDR Sinfonieorchester, das WDR Funkhausorchester, die WDR Big Band und den WDR Rundfunkchor. Die ersten festangestellten Musiker und Musikerinnen traten in Köln am 1. September 1947 in Rundfunkdienste, und die erste Probe des Chores war bereits um 10 Uhr in der Kirche St. Agnes. Die Dirigenten Hans Bund und Hermann Hagestedt hatten die Musiker im kriegszerstörten Köln zusammengetrommelt, um vom Rhein aus Musik in das riesige Sendegebiet des NWDR übertragen zu können. Erst 1955 erfolgte die Aufteilung in NDR und WDR. Da war bereits Igor Strawinsky angereist, um mit dem Kölner Orchester das neu errichtete Funkhaus am Wallrafplatz einzuweihen. Die intensive Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten und Komponistinnen ist bis heute ein besonderes Markenzeichen des WDR Sinfonieorchesters. So wie das WDR Funkhausorchester für die große Kunst der Unterhaltung steht.

Von Claudia Belemann


Das Bild ganz oben zeigt das Kölner Rundfunkorchester (IMAGO / Horst Galuschka).


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja