Althea Gibson bei der Siegerehrung in Wimbeldon (Foto: IMAGO / ZUMA Press/Keystone)

Althea Gibson gewinnt als erste Afroamerikanerin Wimbledon

ZeitZeichen: 6. Juli 1957

 

Sendung: Mittwoch 06.07.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Zum dritten Mal nimmt Althea Gibson 1957 am Tennisturnier von Wimbledon teil. Sie ist hochgewachsen, schlank, sportlich, schnell und schwarz. Und sie ist fest entschlossen, dieses Mal als Siegerin vom Rasen zu gehen.

Althea Gibson gewinnt als erste Afroamerikanerin Wimbledon (6.7.1957)
Podcast [SR 2, Claudia Friedrich, 30.06.2022, Länge: 14:40 Min.]
Althea Gibson gewinnt als erste Afroamerikanerin Wimbledon (6.7.1957)

"Sie konnte eine Zigarette rauchen, ein Glas Whisky trinken – immer in Maßen, das war ihr Fitnesskonzept – und in der Badewanne Nachtclub-Balladen singen", schreibt Bruce Schoenfeld in seiner Biographie über die fast vergessene Tennislegende Althea Gibson.

Für Althea Gibson, geboren am 25. August 1927 in South Carolina, aufgewachsen in New Yorks Stadtteil Harlem, ist Rassentrennung Alltag. Auch in den Turnieren herrscht Segregation. Das Spiel gegen weiße Sportlerinnen ist nicht erlaubt. Erst ein offener Brief des weißen Tennisstars Alice Marble ebnet ihrer jungen Kollegin Althea den Weg. 1950 nimmt Gibson an den US Open teil, ein Jahr später steht sie als erste Afroamerikanerin im Stadion von Wimbledon. Mitte der 1950er Jahre feiert Althea Gibson ihre größten Erfolge und zählt zu den besten Spielerinnen der Welt.

Die Tennisgrößen Serena und Venus Williams stehen im Zenit ihrer Karriere, als Althea Gibson stirbt, am 28. September 2003. "Ich will, dass mich die Öffentlichkeit so in Erinnerung behält, wie ich war. Stark, sportlich, klug und gesund."

Von Claudia Friedrich


Das Bild ganz oben zeigt Althea Gibson bei der Siegerehrung in Wimbeldon (IMAGO / ZUMA Press/Keystone).


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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