Rainer Werner Fassbinder in " Liebe ist kälter als der Tod" (Foto: AERD-foto)

Der Todestag von Rainer Werner Fassbinder

ZeitZeichen: 10. Juni 1982

 

Sendung: Freitag 10.06.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Warum macht er so viel und so schnell? Rainer Werner Fassbinder drehte in etwas mehr als einem Jahrzehnt mehr als 40 teils bahnbrechende Filme. Sein hochtouriges Leben endete am 10. Juni 1982: Er starb im Alter von 37 Jahren an einer Mischung aus Schlafmitteln und Kokain.

Der Todestag von Rainer Werner Fassbinder (10.6.1982)
Podcast [SR 2, Detlef Wulke, 10.05.2022, Länge: 14:31 Min.]
Der Todestag von Rainer Werner Fassbinder (10.6.1982)

Fassbinder war ein aufgeweckter Junge, der sich früh für Kunst und Literatur interessierte. Seine Schulnoten waren nicht berauschend. Er brach die Schule ab und nahm Schauspielunterricht. Vergeblich bewarb er sich den der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Fassbinder wirkte bei freien Theatergruppen mit, schrieb Stücke und begann zu inszenieren.

Nach zwei Kurzfilmen drehte er seinen ersten Spielfilm: Liebe ist kälter als der Tod. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören: "Die Ehe der Maria Braun", "Effi Briest", "Lola" und "Berlin Alexanderplatz". Er war jetzt der produktivste Filmemacher des Neuen Deutschen Films – bis zu seinem plötzlichen Tod.

Von Detlef Wulke


Das Bild ganz oben zeigt Rainer Werner Fassbinder in " Liebe ist kälter als der Tod" (ARD-foto).


Mehr über Fassbinder im Archiv:

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Vor 40 Jahren gewann Rainer Werner Fassbinder für seinen vorletzten Spielfilm "Die Sehnsucht der Veronika Voss" den Goldenen Bären bei den Filmfestspielen in Berlin. Siegfried Tesche erinnert an das Schwarzweiß-Werk, in dem sich Fassbinder auch mit der BRD auseinandersetzte.


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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