Der Autor und Übersetzer Hans Wollschläger erhält 1976 den Literaturpreis Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Mit im Bild der damalige bay. Kultusminister Mayer. (Foto: picture-alliance / dpa | Hamberger)

Der Todestag des Schriftstellers und Übersetzers Hans Wollschläger

ZeitZeichen: 19. Mai 2007

 

Sendung: Donnerstag 19.05.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Der Sinn des Lebens? Für Hans Wollschläger war das vor allem: schöpferisch sein. Deshalb war der Pastorensohn aus Minden auch in fast jedem Bereich der Kultur tätig, als berühmter Übersetzer von Joyce's "Ulysses", aber auch als Musiker und Religionskritiker.

Die Kulturgeschichte ist das zentrale Element in Hans Wollschlägers Leben, sie ist das Fundament seiner Lebensauffassung. Geboren 1935, hat Wollschläger mit der Musik angefangen und nach und nach so viele Felder beackert, dass es schwer fällt, sie in einem Satz zu benennen.

Er ist als Schriftsteller hervorgetreten, als Übersetzer, als Religionskritiker und Literaturhistoriker. Die Psychoanalyse hat ihn fasziniert, er hat sich mit Karl May und Friedrich Rückert beschäftigt und seinen beiden geistigen Vätern, wie er sie nennt, Adorno und Arno Schmidt, Portraits gewidmet.

In der literarischen Welt berühmt gemacht hat ihn 1975 die Übersetzung eines Jahrhundertromans, "Ulysses" von James Joyce. Seine besondere Verehrung gilt dem Komponisten Gustav Mahler. Man müsse von der Welt, um alles darüber zu wissen, sagt Hans Wollschläger, nichts anderes wissen, als das, was in Mahlers Musik darüber gesagt wird.

Von Monika Buschey


Der Todestag von Hans Wollschläger (19.5.2007)
Podcast [SR 2, Monika Buschey , 09.05.2022, Länge: 14:34 Min.]
Der Todestag von Hans Wollschläger (19.5.2007)

Das Bild ganz oben zeigt den Autor und Übersetzer Hans Wollschläger, der 1976 mit dem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet wurde. Mit im Bild der damalige bayerische Kultusminister Mayer. (picture-alliance / dpa | Hamberger).


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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