Zeitgenössische Fotografie der Schauspielerin Louise Dumont  (Foto: picture-alliance / dpa | Bifab)

Der Todestag der Theaterleiterin Louise Dumont

ZeitZeichen: 16. Mai 1932

 

Sendung: Montag 16.05.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Sie formte Ausnahmetalente wie Gustaf Gründgens. Sie machte Düsseldorf vor über 100 Jahren zur Spitzenadresse für Schauspielkunst. Die streitbare Louise Dumont war ein Glücksfall für das deutsche Theater.

Zusammen mit ihrem späteren Ehemann Gustav Lindemann, brachte Louise Dumont ab 1904 Spitzen-Theater nach Düsseldorf. In der ihrem Schauspielhaus angeschlossenen „Hochschule für Bühnenkunst“ lernte der Schauspiel-Nachwuchs von ihr. Spätere Theater- und Filmstars wie Gustaf Gründgens starteten hier ihre Karriere.

Für die 1862 in Köln geborene Louise Dumont war es ein langer Weg bis zur Düsseldorfer Intendantin. Der Durchbruch als Schauspielerin gelang ihr – nach Stationen in Wien und Stuttgart - Ende des 19. Jahrhunderts. In den Stücken der Naturalisten sorgte sie in Berlin unter der Regie von Otto Brahm für Furore.

Doch suchte Louise Dumont die volle Unabhängigkeit. Sie wollte ein Theater durchsetzen, das von den Ideen der Reformbewegungen geprägt war. Die Zuschauer, so ihre Devise, müssten "wie in einer Hypnose umgeschaffen werden". Gleichzeitig tat sie alles, um die soziale Stellung der Schauspielerinnen zu heben. Bis zu ihrem Tod im Alter von 70 Jahren stand Louise Dumont in großen Rollen auf der Bühne des Düsseldorfer Schauspielhauses.

Von Christoph Vormweg


Der Todestag der Theaterleiterin Louise Dumont (16.5.1932)
Podcast [SR 2, Christoph Vormweg, 09.05.2022, Länge: 14:36 Min.]
Der Todestag der Theaterleiterin Louise Dumont (16.5.1932)

Das Bild ganz oben zeigt eine zeitgenössische Fotografie der Schauspielerin Louise Dumont (Foto: picture-alliance / dpa | Bifab).


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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