Ferdinand Graf von Zeppelin (Foto: picture alliance / akg-images | akg-images)

Der Todestag des Luftschiffkonstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin

ZeitZeichen: 8. März 1917

 

Sendung: Dienstag 08.03.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Der Name – eine Marke. Nur wenige schaffen das: Taschentuch gleich Tempo, Klebeband gleich Tesafilm, Luftschiff gleich Zeppelin. Dabei sind Zeppeline mit ihrer starren Hülle nur einer von zwei Luftschifftypen, und der namensgebende Graf Ferdinand von Zeppelin war auch nicht der Erfinder des Luftschiff-Konzeptes.

Zum ersten Mal erlebte der umtriebige Leutnant der Württembergi-schen Armee den militärischen Einsatz von Ballonen im amerikanischen Bürgerkrieg 1863, an dem er als Beobachter teilnahm. Er stieg sogar selbst mit einem Ballon auf – ein Erlebnis, das ihn zeitlebens nicht mehr los ließ. Allerdings erkannte er auch die Schwäche von Ballonen: Sie waren kaum lenkbar.

Die "Notwendigkeit der Lenkballone" stand für ihn außer Frage, und so machte er sich an die Konstruktion eines "lenkbaren Luftzuges". Weder vom allgemeinen Spott (Wilhelm II.: "Der Dümmste aller Süddeutschen"), noch vom Aufkommen des Flugzeuges ließ er sich irritieren. Und als er 1900 mit dem LZ-1 bewiesen hatte, dass sein Konzept funktioniert, wurden Zeppeline schnell zum Erfolg.

Die goldene Zeit seiner Geschöpfe – des riesigen "Graf Zeppelin" und der noch größeren "Hindenburg", die in den 1920er und 1930er Jahren mit Atlantiküberquerungen Weltruhm erlangten – hat der Graf allerdings nicht mehr erlebt. Er starb am 8. März 1917 mit 78 Jahren.

Von Martin Herzog


Der Todestag des Luftschiffkonstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin (08.03.1917)
Podcast [SR 2, Martin Herzog, 16.02.2022, Länge: 14:43 Min.]
Der Todestag des Luftschiffkonstrukteurs Ferdinand Graf von Zeppelin (08.03.1917)


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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