Annette Freifrau von Droste-Hülshoff (Foto: Picture Alliance/dpa)

Der Geburtstag der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff

ZeitZeichen: 10. Januar 1797

 

Sendung: Montag 10.01.2022 9.05 bis 9.20 Uhr

Der Geburtstag der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (10.01.1797)
Podcast [SR 2, Christiane Kopka, 15.12.2021, Länge: 14:27 Min.]
Der Geburtstag der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (10.01.1797)
Dass Annette von Droste-Hülshoff zu Lebzeiten wenig Erfolg hat, kann sie nicht beirren: "Denn in hundert Jahren möcht' ich gelesen werden." So schreibt sie Meisterwerke der deutschen Literatur wie "Das Spiegelbild" oder "Die Judenbuche".

Wilhelm Grimm ist gar nicht begeistert vom Fräulein aus dem Münsterland: "Es ist schade, dass sie etwas Vordringliches und Unangenehmes in ihrem Wesen hat. Sie wollte beständig brillieren und kam von einem ins andere." Annette von Droste-Hülshoff ist eben ganz anders als ihre stille, sanfte Schwester: eine veritable Nervensäge, hyperaktiv, intelligent, selbstbewusst, vorlaut.

Eigenschaften, die für eine adelige junge Dame ihrer Zeit nicht gerade erwünscht sind. Und dann schreibt sie auch noch - und das wie ein Mann! Die Droste ist ein einziger Widerspruch: Voller Sehnsucht nach Freiheit, Reisen, Abenteuern und nach einem selbstbestimmten Leben, bleibt sie doch immer eng an ihre Familie und deren Umkreis gebunden. Auszubrechen wagt sie nur in ihrer Arbeit, die sie hartnäckig gegen die Missbilligung der Verwandtschaft verteidigt.

So schreibt sie Meisterwerke der deutschen Literatur wie "Der Knabe im Moor", "Am Turme", "Das Spiegelbild" oder "Die Judenbuche". Dass sie zu Lebzeiten wenig Erfolg hat, kann sie nicht beirren: "Denn in hundert Jahren möcht' ich gelesen werden."

Von Christiane Kopka


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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