Aung San Suu Kyi  (Foto: picture alliance / dpa | Vegard Groett)

Der Friedensnobelpreis geht an die Politikerin Aung San Suu Kyi

ZeitZeichen: 14. Oktober 1991

 

Sendung: Donnerstag 14.10.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Sie ist der Alptraum der Generäle. Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu soll einmal über sie gesagt haben: "Äußerlich ist sie zart und elegant, aber ihre moralische Statur ist gigantisch."

Über Aung San Suu Kyi (14.10.1991)
Podcast [SR 2, Andrea Kath, 06.10.2021, Länge: 14:40 Min.]
Über Aung San Suu Kyi (14.10.1991)

Bei Parlamentswahlen in Myanmar 2015 gewann die Partei von Aung San Suu Kyi, die Nationale Liga für Demokratie, überraschend die Mehrheit. Endlich, so schien es, würde sich das südostasiatische Land von der Militärdiktatur verabschieden und demokratisch werden. Die mit einem Briten verheiratete Politikerin durfte offiziell zwar nicht Staatspräsidentin werden – doch inoffiziell war sie die Regierungschefin.

Es war nur eine kurze Zeit der Demokratie. Als Aung San Suu Kyis Partei im November 2020 erneut mit absoluter Mehrheit die Parlamentswahlen gewann, sprachen die Militärs sofort von Wahlbetrug. Im Februar 2021 putschten die Generäle und setzen die Regierungschefin ab.

Seither steht Aung San Suu Kyi wieder unter Hausarrest – so wie fast die gesamte Zeit ihres politischen Lebens. 1988 war sie aus Großbritannien nach Myanmar zurückgekehrt und hatte die Nationale Liga für Demokratie mitgegründet. Im selben Jahr hielt sie ihre erste öffentliche politische Rede, in der sie sich für die demokratische Entwicklung ihres Landes einsetzte. Kurz darauf wurde sie von den regierenden Militärs unter Hausarrest gestellt. Begründung: Sie gefährde die staatliche Sicherheit. Für ihren Kampf um Freiheit und gegen Unterdrückung erhielt sie 1991 den Friedensnobelpreis.

Von Andrea Kath


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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