Henri de Toulouse-Lautrec beim Malen vor der Staffelei sowie als Modell (undatierte Fotomontage). (Foto: picture-alliance / dpa)

Der Todestag des französischen Malers Henri de Toulouse-Lautrec

ZeitZeichen: 9. September 1901

 

Sendung: Donnerstag 09.09.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Ein kleiner Mann mit einer großen Begabung und einer noch größeren Gefährdung: der Maler Henri de Toulouse-Lautrec war nur 1,52 Meter groß und starb schon mit 36 Jahren, am 9. September 1901. Seine Kleinwüchsigkeit war Folge einer Erbkrankheit, Grund für den frühen Tod wohl eher sein Drogenkonsum. An erster Stelle Alkohol, anderes mag hinzugekommen sein.

Über Henri de Toulouse-Lautrec (09.09.1901)
Podcast [SR 2, Jutta Duhm-Heitzmann, 02.09.2021, Länge: 14:33 Min.]
Über Henri de Toulouse-Lautrec (09.09.1901)

Denn was trank und schnupfte man damals nicht alles, dort, wo er lebte: im Herzen von Paris, am Montmartre. Es war das rauschende und berauschende Vergnügungsviertel der Stadt, legendär in ganz Europa, mit seinen Bars und Restaurants, seinen Cabarets und Tanztheatern. Ein Hotspot auch für die Künstler, die sich dort niederließen und arbeiteten.

Henri de Toulouse-Lautrec war einer von ihnen, mehr noch: seine Gemälde und Zeichnungen spiegelten das Leben der Bohème in der französischen Belle Èpoque wider wie kaum die eines anderen Malers. Großflächige Litographien und Plakate wurden sein Markenzeichen: mit nur wenigen Strichen und Farben fing er Atmosphären und Bewegungen ein, die wirbelnden Beine einer Tänzerin beim Cancan, die majestätische Pose eines berühmten Chansoniers.

Gestorben ist Henri de Toulouse-Lautrec allerdings nicht in Paris, sondern auf einem Schloss seiner Eltern nahe Bordeaux. In seiner südfranzösischen Geburtsstadt Albi eröffnete seine Mutter 1922 ein Museum für die Werke des berühmten Sohnes.

Von Jutta Duhm-Heitzmann


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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