"Zimmer frei" im WDR Fernsehen mit Götz Alsmann und Christine Westermann (Foto: picture alliance/dpa | Henning Kaiser)

Die erste Ausgabe von "Zimmer frei" wird im Fernsehen ausgestrahlt

ZeitZeichen: 9. Juli 1996

 

Sendung: Freitag 09.07.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Sie war nur als kurzer Pausenfüller fürs Sommerloch 1996 gedacht und wurde eine Kult-Serie: die Sendung "Zimmer frei" im WDR-Fernsehen.

Das Konzept: Christine Westermann und Götz Alsmann suchten prominente Mitbewohnerinnen und Mitbewohner für ein Zimmer in ihrer Wohngemeinschaft. In jeder Ausgabe mussten sie ihre Eignung in Interviews, Spielen und Musik beweisen. Nach 60 Minuten stimmte das Studio-Publikum ab. Bis dahin sorgte Alsmann mit viel Blödelei und Wortwitz für Unterhaltung, Westermann beleuchtete mit tiefsinnigeren Fragen den Charakter der Bewerber*innen, dazu gab es das Lieblingsgericht des Prüflings auf die Gabel und manchmal auch reichlich Alkohol ins Glas. Wurde Westermann zu ernst, grätschte Alsmann mit "Dönekes" dazwischen. Erster Gast war der Volksmusiker Karl Moik.

Über 600 Promis versuchten in 700 Folgen den Einzug – die meisten gern. Nur Einer verließ das Studio während der laufenden Aufzeichnung: Fernseh-Moderator Cherno Jobatey ärgerte sich über die Witze zu seiner überwundenen Rechtschreib-Schwäche. Besonders viel Eigen-Humor bewiesen Chor-Leiter Gotthilf Fischer und Schlagersänger Jürgen Drews: über mehrere Folgen wurden sie als "nicht erwünscht" von Görtz Alsmann schon an der Türklingel abgewiesen. Kabarettisten und Puppenspieler kamen auf Stipp-Visite, Einspielfilme zeigten das private Umfeld der Prominenten.

Der Mix aus "Quatsch mit Soße" war ein Dauerbrenner beim Publikum. Dennoch stellte der WDR "Zimmer frei" 2016 ein - nach 20 Jahren. Offizielle Begründung: "Die Programme des WDR müssen sich weiterentwickeln." Christine Westermann war 68 Jahre alt, Götz Alsmann 59.

Von Ariane Hoffmann


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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