Zwei Bullterrier (Foto: picture-alliance / dpa | Stephanie_Pilick)

Das Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde wird verabschiedet

ZeitZeichen: 12. April 2001

 

Sendung: Montag 12.04.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Als im Jahr 2000 ein Kind durch die Beißattacke von Kampfhunden stirbt, fühlt sich die Politik zum Handeln genötigt. Am 12. April 2001 beschließt der Bundestag das Gesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde. 

Das Gesetz beinhaltet ein bundesweites Zucht- und Importverbot für bestimmte Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden. Viele Hunde, die diesen Rassen angehören, landen nun im Tierheim. Halter und Züchter sogenannter Listenhunde fühlen sich und ihre Tiere zu Unrecht gebrandmarkt und gegängelt. Umso mehr als die Länder eine Flut von uneinheitlichen Regeln schaffen.

In einigen Bundesländern werden für Listenhunde hohe Steuern erhoben, in anderen gibt es "Wesens-Tests". Nicht mal in der Frage, welche Hunderassen eigentlich gefährlich sind, ist man sich länderübergreifend einig.

Ob es überhaupt sinnvoll ist, Tiere bestimmter Rassen pauschal als gefährlich einzustufen, daran zweifeln viele Hundeexperten. Das Problem, so die Experten, hänge meistens eher am oberen Ende der Leine.

Von Daniela Wakonigg


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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