Afrikaforscher Heinrich Barth (Foto: Hermann Günter, Bibliothèque nationale de France)

Der Geburtstag des Afrikaforschers Heinrich Barth

ZeitZeichen: 16. Februar 1821

 

Sendung: Dienstag 16.02.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Die Erforschung Afrikas geschah lange unter eurozentristischen Gesichtspunkten. Der 1821 in Hamburg geborene Heinrich Barth gehörte zu den wenigen Wissenschaftlern, die sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts um eine vorurteilsfreiere Sichtweise bemühten. Für ihn waren es nicht unzivilisierte, zu missionierende und kolonisierende "Wilde", er betrachtete sie als gleichwertige Menschen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen.

Rund sechs Jahre dauerte seine große Reise durch die Sahara bis zum Tschadsee und Timbuktu, die er ausführlich beschrieben hat. Heinrich Barth hat "der europäischen Wissenschaft einen neuen Kontinent aufgeschlossen", lobte Alexander von Humboldt. Aber die Zeit war nicht reif für die Erkenntnisse des Hamburgers. Trotz vielfacher Ehrungen verwehrte man ihm eine ordentliche Professur und sein Werk geriet in Vergessenheit. Erst 100 Jahre nach seinem frühen Tod 1865 wurde er wiederentdeckt. An der Kölner Universität gibt es seit 1988 ein Heinrich-Barth-Institut.

Von Heide Soltau


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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