Maria Schell  (Foto: picture-alliance dpa/Rolf Haid)

Der Geburtstag der Schauspielerin Maria Schell

ZeitZeichen: 15. Januar 1926

 

Sendung: Freitag 15.01.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Sie galt als „Seelchen“ des deutschen Films – auch wenn sie selbst dieses Etikett immer verabscheut hat. Keine konnte so hinreißend unter Tränen lächeln wie Maria Schell. Mit Melodramen wie "Dr. Holl" oder "Der träumende Mund" eroberte die in Wien geborene Tochter eines Schweizer Schriftstellers und einer österreichischen Schauspielerin die Herzen des deutschen Nachkriegs-Publikums.

Sie gab immer alles vor der Kamera: "Sich verströmen" nannte Maria Schell ihre Technik, die manchmal auch überzogen wirken konnte. Und doch stieg sie mit ihrem Gesicht, das von innen zu leuchten schien, und dem ganz eigenen seelenvollen Zauber zu einem der wenigen deutschsprachigen Weltstars auf: Sie becircte Yul Brynner in "Die Brüder Karamasow", ließ sich mit Marcello Mastroianni verliebt durch Viscontis "Weiße Nächte" treiben, war Partnerin von Gary Cooper oder Glenn Ford.

Im Alter litt sie unter schweren Depressionen und wurde zunehmen dement, was ihr Bruder Maximilian Schell in seinem Film "Meine Schwester Maria" thematisierte.

Von Christiane Kopka


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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