James Joyce (Foto: dpa)

Der Todestag des irischen Schriftstellers James Joyce

ZeitZeichen: 13. Januar 1941

 

Sendung: Mittwoch 13.01.2021 9.05 bis 9.20 Uhr

Er hat die Literatur verändert: James Joyce, Ire, trinkfest, hedonistisch, provokativ. Und ein genialer Schriftsteller. Als er am 13. Januar 1941 starb, erst 58 Jahre alt, hinterließ er ein Werk, das heute noch herausfordert - wenn auch nicht so sehr wie beim ersten Erscheinen.

Joyce wurde in Dublin geboren, die Stadt, in der seine Romane meistens spielen, allen voran der fast legendäre "Ulysses". Dabei hat er sie schon gleich nach dem Studium verlassen, um auf dem Kontinent zu leben, erst in Paris, lange Zeit im vitalen Triest, bis zu seinem Tod dann in Zürich.

Er schrieb wie ein Besessener, fast immer mittellos, nicht zuletzt  weil er so enorm viel trank. Doch wegen ihrer Freizügigkeit, sprich: "Obszönität", wegen ihres kreativen Stils und ihrer ungewöhnlichen Form fand er nur schwer Verleger für seine Werke: den Erzählband "Dubliner", die Romane "Finnigans Wake" und besonders den "Ulysses". Doch er hatte auch Förderer, die ihn bewunderten und unbeirrt über Jahre hinweg unterstützten.

Er setzte konsequent auf den inneren Monolog, den ununterbrochenen Bewusstseinsstrom der Figuren – und wurde damit zum Vorbild für ganze Generationen von Schriftstellern.

James Joyce: mit ihm begann die moderne Literatur.

Von Jutta Duhm-Heitzmann


Weitere Informationen:

Zum 80. Todestag von James Joyce
Auf Spurensuche in Zürich
Vor genau 80 Jahren, nämlich am 13. Januar 1941, starb der irische Schriftsteller James Joyce in Zürich. Seine sterblichen Überreste wurden er auf dem Friedhof Fluntern beigesetzt. Der Schöpfer des "Ulysses" galt schon zu Lebzeiten als einer der "wichtigsten und einflussreichsten" Autoren der literarischen Moderne. Unser Schweiz-Korrespondent Dietrich Karl Mäurer hat sich anlässlich des Todestags auf Spurensuche begeben.


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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