Porgy and Bess, Szenenfoto einer Aufführung (Foto: Imago Images/Everett Collection)

Die Uraufführung der Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin

ZeitZeichen: 30. September 1935

 

Sendung: Mittwoch 30.09.2020 9.05 bis 9.20 Uhr

"Weil 'Porgy and Bess' vom Leben der Schwarzen in Amerika erzählt, fügt sie der Opernform Elemente hinzu, die noch nie zuvor in der Oper vorhanden waren. Ich habe meine eigene Methode entwickelt, um alles einzubeziehen: Dramatik, Humor, Aberglauben, religiösen Eifer, Tanz, den Geist der schwarzen Community."

Die Uraufführung von "Porgy and Bess" war 1935 eine Sensation in den USA. Die Oper spielt im Hafen-Viertel von Charleston, in einer schwarzen Community. Und so standen auf der Bühne ausschließlich schwarze Sängerinnen und Sänger. In der tragischen Liebesgeschichte treten der Krüppel Porgy und die Prostituierte Bess auf, einfache Fischerleute, Kleinkriminelle, Krabbenverkäufer und Polizisten.

Intensiv hatte sich Gershwin mit Alltag, Sprache, Musik der Schwarzen auf James Island beschäftigt. Für seine Oper komponierte er Spirituals und Songs, die zu Jazz-Standards wurden: "Summertime", "I loves you, Porgy", "I got plenty o' nuttin". Ella Fitzgerald und Louis Armstrong, Ray Charles und Cleo Laine, Miles Davis, Oscar Peterson nahmen Bearbeitungen auf. Gershwin beeinflusste allerdings auch Komponisten wie Benjamin Britten und Kurt Weill.

Vom Publikum wurde "Porgy and Bess" gefeiert, bei der Kritik hatte die Oper es schwer. 1976 wurde sie erstmals ungekürzt aufgeführt. Heute gilt sie als Meisterwerk des Musiktheaters.

Von Christian Kosfeld


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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