René Descartes. (Foto: dpa)

Der Todestag des französischen Philosophen und Mathematikers René Descartes

ZeitZeichen: 11. Februar 1650

 

Sendung: Dienstag 11.02.2020 9.05 bis 9.20 Uhr

Nichts fürchtete René Descartes mehr als die Inquisition. Von 1629 an lebte er versteckt in den Niederlanden. Doch die Einladung der Königin von Schweden wollte er nicht ausschlagen. Ob er dort vergiftet wurde oder an einer Krankheit starb, bleibt offen.

"Ich denke, also bin ich": Mit diesem weltberühmten Satz hatte Descartes die Grundfesten der Philosophie ins Wanken gebracht. Sein rationalistisches Denken, genannt Cartesianismus, konnte den Kirchenoberen nicht gefallen. Denn es baute - obwohl Descartes von der Existenz Gottes fest überzeugt war - auf chronischem Zweifel.

Er erkundete nicht nur "den Unterschied zwischen Seele und Körper", sondern auch "Die Leidenschaften der Seele" - Letzteres ganz direkt für seine Brieffreundin, die pfälzische Kurfürstin Elisabeth. 13 Jahre nach seinem Tod setzte der Heilige Stuhl Descartes‘ Schriften auf den Index.

Von Christoph Vormweg


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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