Selbstportrait von Rembrandt v. Rijn von ca. 1639 (Foto: imago images / Leemage)

Der Todestag des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn

ZeitZeichen: 4. Oktober 1669

 

Sendung: Freitag 04.10.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

Je nach Zeitgeist galt er als großer, religiöser Maler, als tiefsinniger Psychologe, als Genie oder meisterhafter Handwerker und Unternehmer. Rembrandt erfüllt den Mythos des Künstlers, der umso tiefer stürzen musste, je steiler er aufgestiegen war.

Erst am Abgrund, so will es der Mythos, erreicht das Genie seine volle Größe.

Der Mann musste in der Moderne mächtig Federn lassen. Wohl kaum ein Künstler hat im 20. Jahrhundert einen so dramatischen Schwund seines Werks erlebt wie Rembrandt. Das Problem: Der Meister unterhielt ein großes Atelier mit Assistenten. Er bildete Schüler aus, und alle versuchten, sich so eng wie möglich an die Handschrift des Meisters zu halten. Da Rembrandt schon zu Lebzeiten sehr geschätzt wurde, war es ungemein lukrativ, einen echten Rembrandt zu verkaufen, auch wenn er nur von Schülerhand gefertigt war. Schon damals begann die große Verwirrung, die Kunsthistoriker bis heute beschäftigt.

Von Ralph Erdenberger


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"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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