Hilla Becher (Foto: dpa/Henning Kaiser)

Der Geburtstag der Fotografin Hilla Becher

ZeitZeichen: 2. September 1934

 

Sendung: Montag 02.09.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

"Wir wollten Allgemeingültigkeit" – so beschrieb Hilla Becher ihr Selbstverständnis als Fotokünstler. Auch nach dem Tod ihres Mannes Bernd Becher gab es für sie nur ein "Wir". Berühmt geworden sind sie als Paar mit ihren Fotos von Industrie-Monumenten, die sie wie Skulpturen ins Bild setzten: Hochöfen, Kühltürme, Getreidesilos, Kohlebunker.

Hilla Becher, geboren 1934 in Potsdam, verfügte über die fundiertere Ausbildung als ihr Mann. Sie hatte Fotografin gelernt und für ihre Gesellenprüfung schon ein Gaswerk szenisch dokumentiert, als sie in Düsseldorf Kunst studierte und Bernd Becher kennenlernte. 1959 tat sie sich mit ihm zusammen.

Sie teilten die Arbeit, den Ruhm und die Preise, etwa den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Gemeinsam erschufen sie die "Düsseldorfer Schule", aus der so berühmte Fotografen wie Thomas Ruff, Candida Höfer, Thomas Struth und Andreas Gursky hervorgingen. Hillas Becher starb 2015, acht Jahre nach ihrem Mann.

Von Heide Soltau


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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