Michail Scholochow sowjetischer Schriftsteller (Foto: picture-alliance / dpa / Tass)

Der Todestag des Schriftstellers Michail Scholochow

ZeitZeichen: 21. Febuar 1984

 

Sendung: Donnerstag 21.02.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

"Der Melechowsche Hof liegt ganz nah am Ende des Dorfes. Das Tor des Viehhofs führt nach Norden, zum Don". So beginnt das Werk eines Literaturnobelpreisträgers. "Das war alles, was ihm im Leben geblieben war, was ihn einstweilen noch mit dieser Erde und mit dieser ganzen weiten, unter einer kalten Sonne gleißenden Welt verband". So endet "Der stille Don", knapp 2000 Seiten später.

Michail Scholochow hat dieses Werk verfasst. Oder doch nicht? Scholochow gilt als ein linientreuer Schriftsteller des Moskauer Sozialismus. Er war den jeweiligen Herrschern im Kreml zugetan – und sie ihm, den Vorzeigeliteraten, der es zu Weltruhm brachte. Kritiker bleiben da nicht aus und wohl auch Feinde: Hartnäckig hält sich das Gerücht, Scholochows berühmtes Werk sei ein Plagiat, auch wenn es schon widerlegt wurde. Und auch seine Haltung im Sozialismus, war nicht so eindimensional, wie oft behauptet.

Von Thomas Klug


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

Artikel mit anderen teilen