Selbstbildnis Edvard Munchs (Foto: dpa)

Der Todestag des norwegischen Malers Edvard Munch

ZeitZeichen: 23. Januar 1944

 

Sendung: Mittwoch 23.01.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

„Du malst wie ein Schwein, Edvard.“ Welch uncharmantes Urteil eines Zeitgenossen. Ein anderer meinte, Munchs Malerei gleiche Fischbrei mit Hummersoße. Die Herren waren noch nicht so weit, die Kunst des Norwegers zu verstehen. Heute sind viele seiner Gemälde weltberühmt, früher schockierten sie das Bürgertum.

Edvard Munch gilt als Begründer des Expressionismus, denn er malte Bilder elementarer, menschlicher Gefühle. Er schuf keine bemalten, flachen Leinwände, sondern Bildräume, durchzogen von Strichen, die der Künstler mit dem Pinselende in die Farbschichten ritzte. Das wirkte wie eine verletzte Leinwand. Seine Bilder der Seele machen regelmäßig durch Auktionsrekorde von sich reden. Wie „Der Schrei“, vielleicht sein bekanntestes Bildmotiv. Die Pastellversion von 1895 brachte 2012 bei einer Auktion in New York knapp 120 Millionen Dollar - der bis dahin höchste Preis, der für ein Bild je erzielt wurde.

Von Anke Rebbert


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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