Helene Weigel in der Titelrolle der Mutter Courage in der ersten Berliner Inszenierung im Deutschen Theater  (Foto: dpa-Bildfunk)

Die deutsche Premiere von Bertolt Brechts "Mutter Courage" in Berlin

ZeitZeichen: 11. Januar 1949

 

Sendung: Freitag 11.01.2019 9.05 bis 9.20 Uhr

Mutter Courage, die Marketenderin mit drei Kindern, zieht zu Zeiten des 30-jährigen Krieges durch die Lande, immer einen Regiment hinterher. Mutter Courage verfügt über einen guten Geschäftssinn, doch sie verliert ihre Kinder. Wenn schon Krieg ist, dann will sie wenigstens daran verdienen. "Ich lass mir von euch den Krieg nicht madig machen“, sagt die Courage trotzig.

Was bedeutet ein Krieg für das Leben der Menschen? Nichts Gutes. Nie. Es ist diese Erkenntnis, die Bertolt Brecht mit seiner "Mutter Courage" vermitteln will. Ein Krieg hilft nicht, bessere Menschen hervorzubringen. Und er taugt nichts, um daran zu verdienen, wenn man halbwegs anständig durchs Leben kommen will.

Mit der Uraufführung des Stücks in Zürich war Brecht nicht zufrieden. Für die deutsche Premiere veränderte er ganze Passagen. So trat das Stück dann seinen Siegeszug um die Welt an. Auch der Brecht-Boykott des Westens konnte diesen Erfolg nicht stoppen.

Von Thomas Klug

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