George Gershwin (Foto: dpa)

Die Uraufführung von George Gershwins Orchesterstück "Ein Amerikaner in Paris"

ZeitZeichen: 13. Dezember 1928

 

Sendung: Donnerstag 13.12.2018 9.05 bis 9.20 Uhr

Als George Gershwin 1928 von einer Europareise nach New York zurückkehrt, hat er Souvenirs dabei: Taxihupen aus Paris und die Idee zu einem Orchesterwerk. "Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt". So beschreibt der Komponist sein Stück „An American in Paris“.

Gershwin ist bekannt für die Hits, die er mit seinem Bruder Ira komponiert. Schon 1924 hat er in seiner „Rhapsody in Blue“ gezeigt, wie „Symphonic Jazz“ mit Orchester klingen kann. „An American in Paris“ wird am 13. Dezember 1928 in der Carnegie-Hall uraufgeführt. Gershwin schildert darin Stadt-Szenen mit Taxi-Hupen und Ragtime-Rhythmen, Heimweh-Blues, Cancan und Charleston. Das „Tone-Poem“ wird ein Klassiker des Konzert-Repertoires. 1952 bekommt die Film-Adaption mit Gene Kelly sechs Oscars. Gershwin erhält den Musik-Oscar posthum, er war mit nur 38 Jahren gestorben.

Von Christian Kosfeld


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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