Eine alte Stechuhr zur Arbeitszeiterfassung (Foto: dpa/Achim Scheidemann)

Der Achtstundenarbeitstag wird eingeführt

ZeitZeichen: 23. November 1918

 

Sendung: Freitag 23.11.2018 9.05 bis 9.20 Uhr

Je nach Sichtweise lag es an der Industrialisierung oder am Kapitalismus: Der arbeitende Mensch musste sich nach der Erfindung der Stechuhr einem noch härteren Zeit-Diktat unterwerfen und nicht mehr wie gewohnt den natürlichen Gegebenheiten des Sonnenstandes. Die Arbeit war hart, die Arbeitszeit lang.

Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es Bestrebungen, den Arbeitstag auf acht Stunden zu begrenzen. Australien war das erste Land, das offiziell diesen Achtstundenarbeitstag einführte – schon 1856. Deutschland musste jedoch noch einige Jahrzehnte auf diese Errungenschaft warten: Erst 1918 wurde die auf acht Stunden begrenzte Arbeitszeit eingeführt – als der erste Weltkrieg beendet und der Kaiser gestürzt war, verabschiedete der Rat der Volksbeauftragten die "Anordnung über die Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter".

Von Thomas Klug


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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