Lambda-Sonde (Foto: dpa)

Bosch stellt die "Lambda-Sonde" vor

ZeitZeichen: Herbst 1973

 

Sendung: Freitag 16.11.2018 9.05 bis 9.20 Uhr

Sie steckt unter dem Auto im Auspuffrohr vor dem Katalysator, ist eher klein und unscheinbar, aber von zentraler Bedeutung: Erst die Lambda-Sonde ermöglichte eine moderne Abgasreinigung beim Auto. Im Herbst 1973 stellte der Automobilzulieferer Bosch nach vier Jahren Entwicklung das Bauteil vor.

Die Lambda-Sonde misst, wie viel Sauerstoff noch im Abgas ist. Das lässt Rückschlüsse darauf zu, wie effizient das Sauerstoff-Benzingemisch in den Zylindern verbrannt wird und wie viele Schadstoffe der Katalysator in ungefährlichere Gase umwandeln muss. Erst drei Jahre später war das Teil serienreif – vor allem die Haltbarkeit machte Probleme. 1976 wurde sie erstmals von Volvo in US-Modelle eingebaut.

Entwickelt wurde die Lambdasonde, weil die Autohersteller Anfang der Siebziger Jahre auf härtere Abgasgrenzwerte in den USA reagieren mussten. Aktuell ist die Abgasreinigung vor allem bei Dieseln sehr komplex und teuer. Erst wenn alle Autos elektrisch rollen, wird die Lambda-Sonde überflüssig sein.

Von Arndt Brunnert


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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