Der erste Parteitag der DKP ( 1968), zwei Mitglieder des Vorstandes, Hortung und Ebert (Foto: Imago/Zuma/Keystone)

Die Gründung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

ZeitZeichen: 25. September 1968

 

Sendung: Dienstag 25.09.2018 9.05 bis 9.20 Uhr

Die alte deutsche KPD wurde 1956 in der Bundesrepublik verboten. Doch Ende der 1960er Jahre drehte sich politisch auch in Westdeutschland der Wind. Entspannung zwischen Ost und West kündigte sich an. Alle Länder Westeuropas hatten eine legale kommunistische Partei. Also signalisierte die Politik, dass sie eine kommunistische Neugründung nicht vor das Bundesverfassungsgericht bringen würde.

Dabei heraus kam die DKP, die Deutsche Kommunistische Partei. Eng angelehnt an die SED der DDR. Bei Wahlen konnte sie nie greifbare Erfolge verzeichnen, doch als Kaderpartei schaffte sie es, an Universitäten und in Gewerkschaften Einfluss zu gewinnen. In den Gewerkschaften wurde eine Mitgliedschaft in der DKP in der Regel toleriert. Im Staatsdienst allerdings folgte in den 1970er Jahren der sogenannte Radikalenerlass, der Anhänger radikaler Parteien aus dem Staatsdienst fernhalten sollte. Heute existiert die DKP immer noch, doch nach der Wende verließen die meisten Kader desillusioniert ihre Partei.

Von Heiner Wember


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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