Die ersten deutschen Truppen überschreiten im August 1914 die französische Grenze (Foto: dpa/Bildfunk)

Die entscheidende Niederlage des deutschen Heeres an der Westfront im ersten Weltkrieg

ZeitZeichen: 8. August 1918

 

Sendung: Mittwoch 08.08.2018 9.05 bis 9.20 Uhr

An diesem Sommertag rollten Hunderte schwere Panzer auf die deutschen Linien in Frankreich zu. Sie drängten die Truppen des Kaiserreiches nicht nur zurück, sondern nahmen den deutschen Soldaten auch den Glauben, dass dieser Weltkrieg für sie mit einem Sieg oder einem Remis enden könnte. Zu groß war die materielle Überlegenheit der Entente-Mächte, die nun auch durch die Truppen der USA verstärkt wurden.

Die Deutsche Oberste Heeresleitung hatte alles auf eine Karte gesetzt und wollte mit aller Macht Paris erobern. Einen Plan B gab es nicht, so dass General Ludendorff nach diesem schwarzen Tag des deutschen Heeres einen Nervenzusammenbruch erlitt und die politische Führung dringend zu einem Waffenstillstand aufforderte. Deutschlands Truppen hatten damit den Weltkrieg verloren. Nach dem Krieg entstand allerdings die Dolchstoßlegende, nach der nicht die Armee an der Niederlage schuld sei, sondern dass die Heimatfront zusammengebrochen sei und ihrer eigenen Armee einen Dolchstoß von hinten versetzt hätte.

Von Heiner Wember


"ZeitZeichen"

Montag bis Freitag um 9.05 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Seit über 40 Jahren ist die Sendung "ZeitZeichen" eine feste Institution in der deutschen Radiolandschaft. Mit erzählerischer Kraft, analytischer Brillanz und publizistischer Kompetenz erinnert das "ZeitZeichen" an wichtige Daten und Ereignisse. Dabei geht nicht nur um Geschichte, Politik, Kunst und Kultur, sondern auch das Alltägliche, bis hin zum Skurrilen.

Neben dem aufwändig komponierten Beitrag sind im 15-minütigen "ZeitZeichen" alle Darstellungs- und Stilformen des Hörfunks zu erleben, von der reinen O-Ton-Collage über die Reportage bis hin zum Mini-Hörspiel.

Das ZeitZeichen ist eine Kooperation von SR 2 KulturRadio mit dem Westdeutschen Rundfunk.

Redaktion SR: Peter Weitzmann

Redaktion WDR: Michael Rüger

E-Mail: sr2@sr.de

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