Rückkehr des Airbus A310 MedEvac, der fliegenden Intensivstation der Bundeswehr, aus Bergamo (Foto: picture alliance/Kevin Schrief/Presse- und Informationszentrum Luftwaffe/dpa)

Bundeswehr evakuierte Patienten aus Grand-Est

  29.03.2020 | 18:02 Uhr

Die Luftwaffe hat am Sonntag Corona-Patienten von Straßburg nach Stuttgart evakuiert. Weitere Patienten wurden mit Sonderzügen innerhalb Frankreichs in andere Kliniken des Landes transportiert. Die Kliniken in Grand-Est sind völlig überlastet.

Die Bundeswehr hat nach Angaben der dpa weitere Covid-19-Patienten aus dem Ausland zur Behandlung nach Deutschland geholt. Ein Militärflugzeug der Luftwaffe startete am Sonntag von Wunstorf in Richtung Straßburg, um von dort zwei Patienten nach Stuttgart zu fliegen. Die schwererkrankten Franzosen würden anschließend im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm versorgt, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

"Frankreich braucht jetzt unsere Hilfe. Und natürlich stehen wir unseren Freunden bei", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). Sie habe deshalb mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly die Übernahme der Patienten vereinbart.

Bereits am Samstag waren die ersten schwerkranken Corona-Patienten in einem Militär-Helikopter nach Deutschland ausgeflogen worden. Es handelt sich nach Angaben des französischen Militärs um zwei Personen, die von einem Krankenhaus in Metz zur Weiterbehandlung nach Essen gebracht wurden.

Weitere Patienten nach Bordeaux gebracht

Wegen der sich rasch ausbreitenden Corona-Pandemie sind die Kliniken in Grand-Est überlastet. Daher versucht man, möglichst viele Patienten zu evakuieren.

Am Sonntagmorgen sind nach Angaben des "Républicain Lorrain" 36 Covid-19-Erkrankte mit Sonder-TGV-Zügen von Metz und Mülhausen aus nach Bordeaux gebracht worden, darunter mindetens vier Patienten aus Metz, zwei aus St. Avold und zwei aus Thionville.

Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörde ARS sind bisher in Grand-Est 757 Menschen nachweislich oder im vermuteten Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt waren am Samstag in Grand-Est rund 3800 Menschen wegen des Coronavirus in Krankenhäusern in Behandlung.

In Frankreich, das mit 2300 Toten die fünfthöchste Todesrate aufweist, war am Freitag die Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis 15. April verlängert worden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknahrichten am 29.03.2020 berichtet.


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