Chorsingen trotz Corona?

Ansteckung programmiert?

Aktuelle Studien untersuchen die Gefährdung von Chorsängern beim gemeinschaftlichen Proben

Marcus Stäbler   11.05.2020 | 13:10 Uhr

Singen hat für viele aktive Chormitglieder eine ganz besondere Bedeutung: Es ist nicht "nur" ein Hobby - das gemeinschaftliche Singen bringt oft eine seelische Nähe mit sich. Trotzdem wird von Experten aus Medizin und Musik aktuell davon abgeraten - wegen des Coronavirus'. Marcus Stäbler hat sich die Lage in der Berliner Domkantorei angesehen.

Aerosole, Abstandsregeln, Online-Proben
Audio [SR 2, Lisa Krauser, 11.05.2020, Länge: 04:15 Min.]
Aerosole, Abstandsregeln, Online-Proben
Auch in der saarländischen Chorszene sorgt das Coronavirus für Verduss. Doch man behilft sich mit Abstandsregeln oder Online-Proben, wie SR-Reporterin Lisa Krauser am Beispiel des Chors Intervall Eiweiler herausgefunden hat.


Über drei Millionen Menschen singen in Deutschland in einem Chor. Für sie sind die mit Corona verbundenen Einschränkungen oft besonders hart, weil das Chorsingen weit mehr ist als "nur" Musik zu machen. Es bedeutet auch, im Singen eine Gemeinschaft mit anderen zu finden, eine seelische Nähe, die sich im Chor auf eine ganz besondere Weise spüren lässt.

Trotzdem raten Experten aus der Medizin und aus der Musik derzeit davon ab, das gemeinschaftliche Singen wieder aufzunehmen. Denn Chorproben haben sich in einigen Fällen als wahrscheinlicher Hotspot für die Verbreitung des Virus herausgestellt. Marcus Stäbler schildert einen Fall aus Berlin, Lisa Krauser berichtet aus dem Saarland.

Weitere Informationen:

https://www.saarlaendischer-chorverband.de/corona/
https://www.mh-freiburg.de/hochschule/covid-19-corona/risikoeinschaetzung/
https://www.charite.de/klinikum/themen_klinikum/themenschwerpunkt_coronavirus/


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 11.05.2020 auf SR 2 KulturRadio.


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Redaktion: Gabi Szarvas, Nike Keisinger

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