Zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart

"Ein Mann von vielen Witz und Klugheit"

Die MusikWelt am Samstag im SR 2-Vormittag: Gespräch mit Buchautorin Prof. Silke Leopold zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart

Moderation: Chris Ignatzi / Interview: Gabi Szarvas  

Am 14. Dezember startet offiziell das Beethovenjahr, welches schon im Vorfeld einen großen Hype entfacht hat. Da geht ein anderer runder Geburtstag fast schon etwas unter: Der 300. Geburtstag am 14. November von Leopold Mozart, dem Vater von Wolfgang Amadeus Mozart. Prof. Silke Leopold hat das Leben des Komponisten in einer neuen, umfassenden Biographie nachgezeichnet.

Sendung: Samstag 09.11.2019 11.20 Uhr

Leopold Mozart (Foto: Gemälde von Pietro Antonio Lorenzoni)
Leopold Mozart (Gemälde von Pietro Antonio Lorenzoni)


13 Jahre ist der letzte große Hype um einen Komponisten zum 250. Geburtstag her, und der nächste Kandidat nach Wolfgang Amadeus Mozart steht schon in den Startlöchern: Am 14. Dezember eröffnet offiziell das Beethovenjahr.

Ein anderer runder Geburtstag geht in dem ganzen Trubel fast ein bisschen unter - der 300. Geburtstag vom Mozart-Vater Leopold, nächste Woche, am 14. November. Gefeiert wird er vor allem in seiner Geburtsstadt Augsburg, und mit einer neuen umfassenden Biographie der Musikwissenschaftlerin Prof. Silke Leopold, die auf 280 unterhaltsamen und informativen Seiten mit vielen Zitaten, Bildern und historischen Quellen sein Leben nachzeichnet, das weit mehr zu bieten hat, als die Umsorgung und Karriereplanung seines Sohnes. Gabi Szarvas hat für unsere SR 2-MusikWelt darüber mit der Autorin gesprochen.

Buch-Tipp:

Silke Leopold: Leopold Mozart. "Ein Mann von vielen Witz und Klugheit"
Eine Biografie

Prof. Dr. Silke Leopold (Foto: Pressefoto)

Bärenreiter Verlag Karl Vötterle, 280 Seiten.
Editionsnummer BVK 2086
ISBN: 9783761820865

Herausgeber: Mozartbüro der Deutschen Mozartstadt Augsburg (Pickel, Simon / Walcher, Raffaela / Krosta, Katharina)

Was wüssten wir heute von Leopold Mozart, wenn er nicht der Vater seines Sohnes gewesen wäre? Sein rechtswissenschaftliches Studium hatte er abgebrochen, er wurde Kammerdiener und Musiker, schaffte es aber nie nach ganz oben, als Autor der vielgelesenen "Gründlichen Violinschule" erlangte er schließlich einige Bekanntheit: Leopold Mozart würde ohne seinen Sohn wohl in der Masse der vielen Musiker seiner Zeit untergehen.

Die Frage kann aber auch andersherum gestellt werden: Was wäre aus Wolfgangus Theophilus geworden, wenn er einen anderen Lehrmeister gehabt hätte? Wenn der Vater nicht die Jahrhundertbegabung dieses Kindes erkannt und sein Leben fortan der Förderung seines Sohnes gewidmet hätte? Und natürlich ist Leopold Mozart viel mehr als nur der Vater seines Sohnes. Davon erzählt diese Biografie zum 300. Jubiläum.

Am 14. November 1719 wurde Leopold Mozart hineingeboren in eine Zeit, in der die alten Herrschaftsverhältnisse und konfessionellen Schranken ebenso beharrlich verteidigt wurden wie sie brüchig geworden waren.


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Redaktion: Gabi Szarvas, Nike Keisinger

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