"Die Musik stirbt zuletzt"

"Die Musik stirbt zuletzt"

Moderation: Frank Hofmann / Interview: Gabi Szarvas  

Im Interview mit Gabi Szarvas spricht der Film- und Fernsehregisseur Dani Levy über den neuen Schweizer Tatort und dessen ungewöhnliche Entstehungsgeschichte.

Sendung: Samstag 04.08.2018 11.20 Uhr

88 Minuten Tatort - in Echtzeit gedreht. Ohne Schnitte, ohne Nachdreh, ohne visuelle Spezialeffekte. Mit handgemachter Musik, live auf der Bühne des Kultur- und Kongresszentrums Luzern, gespielt von einem jüdischen Kammerorchester aus Argentinieren. So authentisch und fast schon theaterhaft ist die Szenerie des neuen Tatorts aus der Schweiz.

Tatort - Die Musik stirbt zuletzt, making of (Foto: SRF/Daniel Winkler)

Regisseur Dani Levy hatte den Auftrag bekommen, sich für diesen "one shot"-Film eine Story zu überlegen. Das Ergebnis ist eine spannende Geschichte um den Mäzen Walter Loving, der während des Holocaust Juden vor der Ermordung durch die Nazis gerettet hatte und nun ein Benezifkonzert im KKL Luzern veranstaltet. Ein Giftanschlag auf ein Orchestermitglied ruft die beiden Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard auf den Plan. Ein musikalischer Tatort durch und durch, über dessen ungewöhnliche Entstehungsgeschichte Gabi Szarvas mit Regisseur Dani Levy gesprochen hat.

Fernsehtipp:

Tatort "Die Musik stirbt zuletzt"
Sonntag, 5. August 2018, 20.15 Uhr ARD
Fernsehfilm Schweiz 2017

Zahlreiche Gäste aus der Welt der Schönen, Reichen und Berühmten strömen ins Kultur- und Kongresszentrum Luzern. Limousinen fahren vor, Abendkleider schimmern im Glanz der Scheinwerfer, Fotoapparate blitzen: Der schwerreiche Unternehmer und Mäzen Walter Loving veranstaltet ein Benefiz-Konzert mit dem argentinischen "Jewish Chamber Orchestra".

Mit ergreifender klassischer Musik von Komponisten, die während des Zweiten Weltkrieges im Konzentrationslager umgekommen sind, soll den Opfern des Holocaust gedacht werden. Walter Loving selbst hat damals zahlreichen Juden zur Flucht verholfen und damit ihr Leben gerettet.

Tatort - Die Musik stirbt zuletzt, making of (Foto: SRF/Daniel Winkler)

Doch ist der Patriarch wirklich der Gutmensch, den alle gerne in ihm sehen? Nicht nur sein "missratener" Sohn Franky Loving hat mit seinem Vater noch eine Rechnung offen. Auch die berühmte jüdische Pianistin Miriam Goldstein plant, während des Konzerts ein dunkles Geheimnis der Familie Loving zu lüften. Ein unbekannter Erpresser wiederum will dies verhindern.

Und als ein Giftanschlag auf den Klarinettisten des Orchesters, Vincent Goldstein, erfolgt, treten Reto Flückiger und Liz Ritschard auf den Plan.

Was den 14. Schweizer "Tatort" einzigartig macht: Die gesamte Handlung wurde in einer einzigen Kameraeinstellung gedreht. Dies erforderte eine punktgenaue Inszenierung und intensive Proben. Der Tatort "Die Musik stirbt zuletzt" wurde an vier Abenden – ähnlich einer Theateraufführung – durchgespielt, während der Kameramann Filip Zumbrunn den Schauspielerinnen und Schauspielern stetig folgte, ohne je die Aufnahmen zu unterbrechen.


Besetzung:

5. August 2018, 20.15 Uhr im Ersten
Tatort: "Die Musik stirbt zuletzt"
Im Kultur- und Kongresszentrum Luzern veranstaltet der schwerreiche Unternehmer und Mäzen Walter Loving ein Holocaust-Gedenk-Konzert mit dem argentinischen "Jewish Chamber Orchestra". Da geschieht ein Mord...

Reto Flückiger: Stefan Gubser
Liz Ritschard: Delia Mayer
Walter Loving: Hans Hollmann
Alice Loving-Orelli: Sibylle Canonica
Franky Loving: Andri Schenardi
Jelena Princip: Uygar Tamer
Gidon Winternitz: Gottfried Breitfuß
Miriam Goldstein: Teresa Harder
Vincent Goldstein: Patrick Elias

Musik: Niki Reiser
Kamera: Filip Zumbrunn
Buch: Dani Levy
Regie: Dani Levy


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Redaktion: Gabi Szarvas, Nike Keisinger

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