Geistliches zum Saison-Ausklang

Geistliches zum Saison-Ausklang

Moderation: Gabi Szarvas / Beitrag: Denise Dreyer  

Eine Probenreportage zur Matthäus-Passion-Aufführung der Deutschen Radio Philharmonie, die den Aufakt des Mosel-Musikfestivals in Trier markiert, stand am 11. Juli im Mittelpunkt unserer SR 2-MusikWelt.

Sendung: Mittwoch 11.07.2018 11.20 Uhr

Ralf Otto, Bachchor Mainz (Foto: Martina Pipprich)
Ralf Otto, Bachchor Mainz

Nein, das Losheimer Open-Air-Konzert war eben nicht der Saisonabschluss für die Musiker der Deutschen Radiophilharmonie. Auch beim „Mosel-Musikfestival“ wirkt sie traditionell mit, diesmal mit einem Stück, das so gar nicht in die sommerliche Leichtigkeit zu passen scheint: Es geht um die „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach. Und zwar in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy, der für sich in Anspruch nehmen darf, dieses grandiose Werk nicht nur wiederentdeckt, sondern auch gegen viele Widerstände wiederaufgeführt zu haben. Denise Dreyer hat eine Probe besucht und sich mit dem Tenorsänger Georg Poplutz und dem Dirigenten Ralf Otto unterhalten.

Freitag, 13. Juli 2018 | 20 Uhr | Abteikirche St. Maximin
GASTKONZERT TRIER
Eröffnungskonzert Mosel Musikfestival

GASTKONZERT TRIER

Freitag, 13. Juli 2018 | 20.00 Uhr | Abteikirche St. Maximin

Eröffnungskonzert Mosel Musikfestival

Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Bachchor Mainz
Dirigent: Ralf Otto
Jasmin Hörner, Sopran
Anne Bierwirth, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Christian Wagner, Bass
Yorck Felix Speer, Bass

Johann Sebastian Bach/Felix Mendelssohn Bartholdy
Matthäus-Passion BWV 244

Bachchor Mainz (Foto: Alexander Sell)
Bachchor Mainz

Nach dem Tode von Johann Sebastian Bach 1750 geriet seine Matthäus-Passion in Vergessenheit. Der erst 20-jährige Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy entdeckte sie neu, bearbeitete und kürzte sie und leitete mit der Wiederaufführung 1829 die Bach-Renaissance ein. Damit brachte Mendelssohn den Barockkomponisten Bach nach fast 100 Jahren wieder ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit.

Die Wirkung war umwerfend. Goethe meinte „es ist mir als wenn ich von fern das Meer brausen hörte“, der Musikgelehrte Adolf Bernhard Marx befand es als „das größte Werk unseres größten Meisters“ – einige Reaktionen, die die Dimension durch die Verwirklichung einer Idee und der Realisierung eines epochalen Werkes zeigen. Das Werk, das vom Leiden und Sterben Christi nach dem Evangelium von Matthäus erzählt, wurde 1727 in der Thomaskirche in Leipzig uraufgeführt und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar. Die gekürzte Fassung von Mendelssohn dirigiert Professor Ralf Otto in der Ehemaligen Abteikirche St. Maximin Trier. Es singt der renommierte Mainzer Bachchor in Begleitung der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Konzerteinführung mit Prof. Dr. Harald Schwaetzer, 18.30 Uhr, St. Maximin-Schule, Eintritt frei


MusikWelt

Montag bis Samstag gegen 11.20 Uhr
in der Sendung "SR 2 - Der Vormittag" auf SR 2 KulturRadio

Unser Ausblick auf Musikthemen in der Region und darüber hinaus:

Der musikalische Nachwuchs, die führenden Chöre, Ensembles, Orchester und Initiativen im Lande, Neuigkeiten über die Aktivitäten der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, aktuelle und hintergründige Informationen zu Themen aus den Bereichen Klassik, Pop, Rock und Jazz und dazu jeweils die passende Musik.

Die Sendung wird in der Regel auch zeitnah in der SR-Mediathek bereitgestellt - und zwar für drei Monate.

Redaktion: Gabi Szarvas, Nike Keisinger

E-Mail an die Redaktion: musikwelt@sr.de

Artikel mit anderen teilen