Kathrin Passig: "Schreiben und schreiben lassen"

Kathrin Passig: "Schreiben und schreiben lassen - halbautomatische Texte"

Literatur im Gespräch

Moderation: Tilla Fuchs  

Sendung: Mittwoch 15.01.2020 19.15 bis 20:00 Uhr

“Wenn wir Computern das Schreiben beibringen, dann ersetzen uns diese Computer genauso wenig, wie das Klavier den Pianisten ersetzt – sie werden gewissermaßen zu unseren Schreibwerkzeugen, und wir werden dadurch mehr als Autoren. Wir werden zu den Autoren anderer Autoren.” (Ross Goodwin)

Die Autorin und Bloggerin Kathrin Passig schreibt Code, der Texte schreibt: Dichtende Twitterbots, Endlostexte über die Schwierigkeiten des Abtransports von IKEA-Möbeln und gefälschte "Blackout Poetry". Außerdem geht es um das poetische Potenzial maschineller Übersetzungen und um die Frage, was Katzen wollen.

Menschliches Schreiben ist automatisierbarer, als man vielleicht denkt, und gleichzeitig wiederum nicht so automatisierbar, wie in letzter Zeit häufig behauptet wird. Oder, wie Kathrin Passig schreibt:

"Eine Diskussion über die Abwesenheit der Autorin in generierten Texten lohnt sich nicht. Die Autorin ist immer zu Hause." Gelegentlich aber auch in Saarbrücken, zum Beispiel am 3. Dezember.

Die Autorin:

Kathrin Passig, geboren 1970 hat den Blog "Techniktagebuch" und die Zentrale Intelligenz Agentur in Berlin mitbegründet. Sie bezeichnet sich selbst sowohl als Sachbuchautorin als auch als "Sachenausdenkerin" und befasst sich in ihren Büchern mit dem digitalen Zeitalter. Von Kathrin Passig erschienen bislang u. a. "Lexikon des Unwissens" (2007 mit Aleks Scholz), "Internet – Segen oder Fluch" (2012, mit Sascha Lobo). 2006 bekam Kathrin Passig den Bachmann Preis und zugleich den Publikumspreis in Klagenfurt. 2016 wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet.

Ein Mitschnitt aus dem Saarländischen Künstlerhaus vom 3. Dezember 2019


Redaktionelle Änderungen vorbehalten!


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Redaktion: Tilla Fuchs

Kontakt: literatur-im-gespraech@sr.de

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