Takis Würger: "Stella"

Takis Würger: "Stella"

Literatur im Gespräch

Moderation: Sally-Charell Delin  

Sendung: Dienstag 12.02.2019 20.04 bis 21:00 Uhr

Friedrich wächst als stiller, naiver Junge am Genfer See heran. 1942 zieht der Schweizer nach Berlin und trifft dort in einem Zeichenkurs einer Kunstschule das Aktmodell Kristin. Die stolze Frau zieht Friedrich sofort in ihren Bann. Sie zeigt ihm ihr Berlin und gibt ihm seinen ersten Kuss.

Eines Tages verschwindet Kristin und steht erst Tage später – von der Gestapo misshandelt – vor Friedrichs Tür: "Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt." Friedrich erfährt: Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie nun zur Zusammenarbeit, um ihre inhaftierte Familie zu schützen. So gerät auch Friedrich in einen Konflikt zwischen Liebe und Schuld.  

Der Roman beruht auf der wahren Geschichte der Stella Goldschlag, die im Berlin des zweiten Weltkriegs auch als "blondes Gift" bekannt war.

Der Autor:

Takis Würger, geboren 1985, lebt in Berlin. Er volontierte bei der Münchner Abendzeitung, besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule und ist Redakteur beim Magazin "Der Spiegel", für das er unter anderem aus Afghanistan, Mexiko und der Ukraine berichtete. Als Reporter erhielt er den Deutschen Reporterpreis und den CNN Journalist Award. 2017 erschien sein Debütroman "Der Club" im Kein & Aber Verlag, der mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet wurde und für den aspekte-Literaturpreis nominiert war. Sein zweiter Roman "Stella" ist im Carl Hanser Verlag erschienen.


Nächste Sendung

19. Februar: Verena Mermer mit "Autobus Ultima Speranza“

Eine Nachtfahrt in einem Fernbus zwischen Wien und Rumänien: Hier kommen Menschen zusammen, die verloren sind zwischen Herkunft und Neuanfang, zwischen Vergangenheit und ungewisser Zukunft. Wie mit einem Bühnenscheinwerfer beleuchtet Verena Mermer Schicksale einander fremder und in Gedanken und Gefühlen sich dann doch wieder ähnelnder Menschen.

2015 erschien Verena Mermers Romandebüt "die stimme über den dächern". Für Ihr Schreiben wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Gustav-Regler-Förderpreis des SR in Merzig. 

Vorschau

26. Februar: Emanuel Maeß mit "Gelenke des Lichts"

5. März: Terezia Mora mit "Alle Tage"

12. März: Erinnerungen an den Dichter Arnfrid Astel, der am 12. März 2018 gestorben ist.


Literatur im Gespräch

Woher nehmen sie ihre Inspiration? Welche Rolle spielt die Literatur in ihrem Alltag? Was sind ihre Themen und wie setzen sie sie literarisch um? SR 2-Moderatoren sprechen mit Autorinnen und Autoren über ihr Schreiben und Leben, senden Auszüge aus aktuellen Romanen, Erzählungen, Essays oder Gedichten, bringen Literatur ins Gespräch. Dienstags von 20.04 bis 21.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio und danach sieben Tage lang in der SR-Mediathek.

Redaktion: Tilla Fuchs

Kontakt: literatur-im-gespraech@sr.de

Artikel mit anderen teilen