Georg Stefan Troller (Foto: SR)

Georg Stefan Troller: Der Traum von Paris

Literatur im Gespräch

 

Sendung: Dienstag 30.10.2018 20.04 bis 21.00 Uhr

Moderation: Peter König (SR 2 KulturRadio)

Coco Chanel, Simone de Beauvoir, Alain Delon, Juliette Gréco, Dichter, Huren, Filmstars, Marktfrauen: der "begnadete Schriftsteller und Filmemacher" – so betitelte ihn eine Zeitung - hatte sie alle. Georg Stefan Troller selbst, der auch als Journalist gearbeitet hat, schreibt über seine Arbeit: "Zwei Fremde treffen zusammen, und sie geben sich zu erkennen: der eine durch seine offenen Fragen, der andere durch seine offenen Antworten. Sie sind, diesen einen Augenblick lang, Gleichgesinnte, Vertraute, Verschworene. Ist es darum, dass ich Interviews so liebe?"

Jetzt, mit fast 97 Jahren, hat Troller ein Buch über sein Leben in der französischen Metropole herausgebracht – mit Gedichten großer Poeten, aber vor allem mit Hunderten von Fotos aus 60 Jahren. "Ein Traum von Paris" ist eine Einladung in eine Welt, die es so nicht mehr gibt: kein Reiseratgeber, sondern ein Schwärmen über alte Gebäude und Schlupfwinkel, über Treppchen und Passagen, die für ihn den Charme dieser Stadt ausmachten.

Über den Autor

Georg Stefan Troller, geboren 1921 in Wien, emigrierte 1938 nach Frankreich, dann in die USA. Seit 1949 lebt er in Paris. Berühmt wurde er in den 1960er Jahren mit der Fernsehreihe "Pariser Journal", danach lief seine Porträtserie "Personenbeschreibung" über mehr als zwei Jahrzehnte. Troller hat bedeutende Dokumentarfilme ("Mord aus Liebe", "Unter Deutschen", "Amok") gedreht und zahlreiche Bücher veröffentlicht.

Ein Mitschnitt der öffentlichen Veranstaltung vom 13. September 2018. Es handelte sich um eine Kooperation der Heinrich Böll Stiftung Saar mit Ludwig Hofstätter und SR 2 Kulturradio.


Literatur im Gespräch

Dienstags von 20.04 bis 21.00 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Ein Forum für literarische Texte, die im Gespräch sind oder durch die Sendung ins Gespräch gebracht werden sollen.

Es handelt sich um Romane, Erzählungen, Essays oder Gedichte, die veröffentlicht oder noch unveröffentlicht sind. Die Sendung will Autoren von "draußen" ins Land und Autoren aus dem Land nach draußen vermitteln. Zu hören sind Studiogespräche sowie Mitschnitte öffentlicher Lesungen von bekannten und unbekannten Schriftstellern, von Nobelpreisträgern wie (wenn sie interessant sind) von Autoren, die ihre Bücher im Selbstverlag herausbringen. Die Autoren sind in der Regel deutschsprachig.

Redaktion: Tilla Fuchs

Kontakt: literatur-im-gespraech@sr.de

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