Jüdisches Leben: Sukkot

Sukkot

Jüdisches Leben

Evelyn Bartolmai  

Sukkot, das "Laubhüttenfest", wird fünf Tage nach Jom Kippur gefeiert. Es ist wahrscheinlich bäuerlichen Ursprungs. Nach der Getreide- und Weinernte ist es auch ein Erntedankfest innerhalb der jüdischen Kultur. Evelyn Bartolmai weiß noch mehr darüber.

Sendung: Dienstag 21.09.2021 13.00 Uhr

Im Festzelt der Synagogengemeinde Saar (Foto: SR)
Im Festzelt der Synagogengemeinde Saar: Alles ist gedeckt für das Laubhüttenfest


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Laubhüttenfest im Saarland
Es ist eines der wichtigsten Feste im Judentum: das Laubhüttenfest, auf hebräisch "Sukkot". Die jüdische Gemeinde im Saarland feiert es bis zum 28. September aufwändig auf dem Saarbrücker Schlossplatz. SR-Reporterin Sarah Sassou hat die Auftaktfeier am 20. September besucht.


Ein Thema in der Sendung "Der Nachmittag" vom 21.09.2021 auf SR 2 KulturRadio. Das Symbolbild ganz oben zeigt einen Rabbiner bei der Dekoration der Sukka (Laubhütte) zum jüdischen Laubhüttenfest (Sukkot). (Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl).

Das Feiertagsjahr 2021


Im Laufe eines Jahres feiern die Juden viele Feste - von Purim bis Chanukkah. SR 2 KulturRadio erklärt die Hintergrunde der wichtigsten acht Feiertage - in der Reihe "Jüdisches Leben".


Purim, 26. Februar
Am Fest "Purim" feiern die Juden die Errettung des jüdischen Volkes aus der persischen Diaspora. In den Synagogen wird dazu ein fröhlicher Gottesdienst gefeiert, in dem Kinder mit Rasseln und Ratschen möglichst viel Lärm machen dürfen.

Pessach, 28. April
Das Pessach- oder Paschafest gehört zu den wichtigsten jüdischen Feiertagen. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und damit aus der Sklaverei. Es ist in erster Linie ein Familienfest mit verschiedenen Riten und Bräuchen, wie zum Beispiel dem Verzehr von ungesäuerten Broten.

Schawuoth, 17. Mai
Der Feiertag entspricht dem christlichen Pfingstfest. 50 Tage nach Pessach wird der erneute Empfang der Zehn Gebote gefeiert. Außerdem wird Schawuoth als Erntedankfest begangen.

Tischa B'av, 18. Juli
Der jüdische Fast- und Trauertag ist der Höhepunkt der dreiwöchigen Trauerzeit. Sie gedenkt der Zerstörung des ersten und zweiten Jerusalemer Tempels.

Rosch Haschanah, 7. September
Der jüdische Neujahrstag ist der Jahrstag der Weltschöpfung und der Geburtstag Adams. Der deutsche Wunsch zu Silvester "Einen guten Rutsch!" soll vom Wort "Rosch" abgeleitet sein. Mit dem Feiertag beginnen die zehn "erfurchtsvollen Tage".

Jom Kippur, 16. September
Am Ende der zehn Tage der Reue und Umkehr feiern die Juden Jom Kippur, den Versöhnungstag. Er wird als strenger Ruhe- und Fasttag begangen.

Sukkot, 21. September
Das "Laubhüttenfest" wird fünf Tage nach Jom Kippur gefeiert. Es ist wahrscheinlich bäuerlichen Ursprungs. Nach der Getreide- und Weinernte ist es auch ein Erntedankfest.

Chanukka, 29. November
Das achttägige Lichterfest feiern die Juden zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Jerusalemer Tempels im Jahr 164 vor Christus. Weil es in der dunklen Jahreszeit mit vielen Lichtern gefeiert wird, wird es oft mit dem christlichen Weihnachten verglichen.

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