Das Luxemburger Parlament - Chambre des Deputés (Foto: SR)

ici et là

Das Magazin für die Großregion auf SR 2 KulturRadio

Lisa Huth et al.  

Sendung: Dienstag 30.11.2021 19.15 bis 20.00 Uhr

Der Rechtspopulismus in Luxemburg spielt nur eine untergeordnete Rolle

Luxemburg ist klein, europäisch, reich: Das Großherzogtum unterscheidet sich in mancher Hinsicht von seinen Nachbarn. Das gilt auch für politische Strömungen und Entwicklungen. Denn anders als in den Niederlanden, Frankreich, dem flämischen Teil Belgiens und auch anders als in Deutschland, spielt der Rechtspopulismus in Luxemburg eine untergeordnete Rolle.

ici et là
Audio [SR 2, Lisa Huth et al., 30.11.2021, Länge: 30:07 Min.]
ici et là

Das heißt nicht, dass es ihn nicht gibt, aber es gäbe in Luxemburg eben keine Partei, die politisches Kapital daraus schlagen könne, findet Leonie de Jonge. Die Wissenschaftlerin lehrt an der niederländischen Universität Groningen und befasst sich in vergleichenden Studien mit rechtspopulistischen Phänomenen in den Benelux- Staaten. Tonia Koch hat mit ihr gesprochen.

Die weiteren Themen:


Saarmetall ist seit fast 100 Jahren deutsch-französisch

Dr. Frédéric Holzbaur, Geschäftsführer von Saarmetall (Foto: Lisa Huth)
Dr. Frédéric Holzbaur, Geschäftsführer der deutsch-französischen Firma Saarmetall

Im Saarland und in Lothringen gibt es eine Reihe von grenzüberschreitenden Unternehmensgeschichten, die zum Teil viele Jahrhunderte zurückreichen. Dazu gehören Villeroy und Boch, Michelin, Montec, Intergest oder Hager, Einige Unternehmen feiern in diesen Jahren aber ihr 100-jähriges. Das sind Firmen, die während der so genannten "Franzosenzeit" gegründet wurden: Nach dem ersten Weltkrieg, als das Saarland unter dem Völkerbundsmandat stand – die Leitung der zuständigen Völkerbundskommission hatte damals Frankreich.

Die Unternehmen wurden damals gegründet, um von beiden Regionen, Saarland und Lothringen zu profitieren. Dazu gehören Lakal – und auch Saarmetall, dessen heutiger Geschäftsführer Dr. Frederic Holzbaur, zwar aus der Schweiz kommt, der aber mit seiner Familie in Frankreich wohnt. Werke gibt es weiterhin auf beiden Seiten der Grenze.


"Man muss den Studierenden die Freude an Europa geben"

Professorin Dr. Patricia Oster-Stierle (Foto: Lisa Huth)
Professorin Dr. Patricia Oster-Stierle

Was den Deutschen der Doktortitel, ist den Franzosen der Orden. So ein kleines farbiges Stück Metall am Revers tragen dürfen, wird als eine große Ehre betrachtet. Wie in Deutschland gibt es auch in Frankreich verschiedene Orden. Etwa die Ehrenlegion, der Verdienstorden oder für Verdienste um die Wissenschaften. Diese Orden können auch Menschen im Ausland bekommen.

Der Kommandeursorden des "Ordre des Palmes Académiques" (Foto: Lisa Huth)
Der Kommandeursorden "Ordre des Palmes Académiques"

Um es kurz zu machen: Die Professorin Dr. Patricia Oster-Stierle gehört zu den wenigen Menschen im Saarland, die alle drei Orden erhalten haben. Zudem noch als Chevalier, Officier und zuletzt Commandeur. Was muss jemand getan haben, um vom französischen Staat so viele und so herausragende Auszeichnungen zu erhalten? Das herauszufinden, ist Dr. Oster-Stierle zu "ici et là" ins Studio geladen.


Das erste deutsche Gebäude in der annektierten Zeit: Der alte Bahnhof von Metz

Der Bahnhof von Metz ist für Reisende ein echter Hingucker – das Gebäude wurde mehrfach zum schönsten Bahnhof Frankreichs gewählt. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. ließ den Bahnhof bauen, in der Zeit, als Lothringen vom Deutschen Reich annektiert war.

Doch Wilhelm der II. war nicht der erste deutsche Kaiser, der sich in der Stadt Metz mit einem Bahnhof verewigen wollte. Es gibt noch einen zweiten deutschen Bahnhof in Metz, der der erste war.


Am Mikrofon: Lisa Huth

Musikauswahl: Gerd Heger

Das Foto oben zeigt das Luxemburger Parlament - Chambre des Deputés. (Foto: SR)


"ici et là"
Das Magazin für die Großregion

Jeden letzten Dienstag im Monat von 19.15 bis 20.00 Uhr
auf SR 2 KulturRadio und auf
AntenneSaar

Wie ticken unsere Nachbarn in Frankreich oder Luxemburg? Das fragen unsere Korrespondenten, das versuchen wir in Beiträgen, Interviews, Hintergründen oder Reportagen zu ergründen. Dabei spielt das aktuelle Geschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur ebenso eine Rolle wie alles, was das "normale Leben" ausmacht.

Die Sendung wird am Tag nach ihrer Ausstrahlung auch für ein Jahr in der SR-Mediathek zum Nachhören bereitgestellt.

Redaktion: Sabine Ertz
Musikauswahl: Gerd Heger
Kontakt: sertz@sr.de

Artikel mit anderen teilen

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja