Harriet Tubman  (Foto: imago images / ZUMA / Keystone)

Die schwarze Jeanne d‘Arc

Auf den Spuren der schwarzen Sklavenbefreierin Harriet Tubman

Von Anja Steinbuch und Michael Marek  

Sendung: Samstag 18.04.2020 9:05 bis 9:30 Uhr

In den USA kennt sie fast jedes Kind. In Europa ist die 1822 geborene Sklavin und schwarze Freiheitskämpferin nur wenigen bekannt: Harriet Tubman. Um ihr Leben ranken sich Heldengeschichten und Mythen. Autobiographien und Kinderbücher erzählen von einer energischen kleinen schwarzen Frau, die Zeit ihres Lebens für die Befreiung der Sklaven in den USA kämpfte.

Ernestine Wyatt, die Urururgroßnichte von Harriet Tubman (Foto: Michael Marek)
Ernestine Wyatt, die Urururgroßnichte von Harriet Tubman

150 Kilometer östlich der US-Hauptstadt Washington musste sie schon mit sechs Jahren für weiße Farmer arbeiten. Mit 27 schloss sie sich Fluchthelfern an. Im Bürgerkrieg zog sie mit den Unionisten gegen die Südstaaten ins Feld: eine Art schwarze Jeanne d’Arc.

Auch deshalb hatte 2016 die Obama Regierung beschlossen, den neuen 20-Dollar-Greenback mit Tubmans Konterfei zu zieren. Doch daraus wird nichts: US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte 2019 verkündet, dass die US-Regierung die neue 20-Dollar-Note gestoppt und verschoben habe.

Gleichwohl: Im November 2019 kam der erste große Hollywood-Streifen in die Kinos. Schauplatz von "HARRIET - der Weg in die Freiheit" ist das sumpfige Flussdelta östlich der Hauptstadt. Hier an der Chesapeake Bay machten einst die ersten Sklaven-Schiffe aus Afrika fest.

Anja Steinbuch und Michael Marek haben sich auf Spurensuche begeben, trafen Angehörige einer mutigen Frau, die im Machtzentrum der USA heute noch, 170 Jahre nach ihrer Flucht aus der Sklaverei, für Aufregung sorgt.

Ein Mauergemälde in Cambridge zu Ehren der amerikanischen Freiheitsrechtlerin Harriet Tubman (Foto: Michael Rosato)
Ein Mauergemälde in Cambridge zu Ehren der amerikanischen Freiheitsrechtlerin Harriet Tubman (Foto: Michael Rosato)


HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Sie finden die jeweils aktuelle HörStoff-Sendung kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung auch in der SR-Mediathek.

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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