Warum uns das Bitten so schwer fällt

Es hat mit verletztem Stolz zu tun

Warum uns das Bitten so schwer fällt

Von Susanne Krahe  

Sendung: Samstag 18.01.2020 9:05 bis 9:30 Uhr

Eigentlich ist es selbstverständlich: Kein Mensch kommt ohne fremde Hilfe aus. Sei es, dass wir zu klein sind um eine Schüssel aus dem Oberschrank zu erreichen, sei es, dass wir umziehen und jede Menge Möbel schleppen müssen: Ständig werden wir mit Situationen konfrontiert, in denen wir an die Grenzen unserer eigenen Möglichkeiten geraten.

Das Leben in kleinen und großen Gemeinschaften funktioniert nur, wenn eine gegenseitige Unterstützung gewährleistet ist.

Doch während fast jeder gern mal um einen guten Rat, eine Expertise oder um praktische Mithilfe gebeten wird, fällt es vielen Zeitgenossen schwer, selbst um Hilfe zu bitten. Man will nicht als Schwächling oder Schmarotzer dastehen. Man begibt sich nicht gern in die "Schuld" anderer oder gar der Gesellschaft: "Was denken die Anderen von mir, wenn ich etwas nicht gebacken kriege"?

In existenziell bedrohlichen Lebenslagen wird diese Einstellung gefährlich. Sie führt im Extremfall zum Verzicht auf gesetzliche Ansprüche oder diakonische Hilfsangebote.

Was steckt hinter der Weigerung, um Hilfe zu bitten? Ist es die Angst vor dem "Nein!", ist es Stolz? Die Sendung lotet gesellschaftliche, psychologische und theologische Voraussetzungen zu einer Würdigung des Nehmens und Annehmens von Hilfe aus.


HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Sie finden die jeweils aktuelle HörStoff-Sendung kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung auch in der SR-Mediathek.

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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