Der Versailler Vertrag und die Folgen für das Saargebiet

Der Versailler Vertrag und die Folgen für das Saargebiet – Frieden auf Zeit?

Der Umgang mit dem ungeliebten Kompromiss

Von Carolin Dylla  

Am 10. Januar 1920 ist der Versailler Vertrag in Kraft getreten. SR-Reporterin Carolin Dylla ist den Fragen nachgegangen, wie die Versailler Bestimmungen über das Saargebiet zustande gekommen sind, wie die Menschen diesen Kompromiss wahrgenommen haben, und weshalb es für sie so schwierig war, die Politik der unbeliebten Regierungskommission zu akzeptieren.

Sendung: Samstag 11.01.2020 9:05 bis 9:30 Uhr

Das Saargebiet hat in den Verhandlungen in Versailles keine unwesentliche Rolle gespielt. Denn über seine Zukunft haben der amerikanische Präsidenten Woodrow Wilson und der französische Premier Georges Clemenceau wochenlang heftig gestritten. Frankreichs Forderung, das Saargebiet zu annektieren, stand dabei Wilsons Idee vom "Selbstbestimmungsrecht der Völker" gegenüber. Ein Konflikt, an dem die gesamten Friedensverhandlungen hätten scheitern können - so sah es zumindest zeitweise aus.

Die Siegermächte einigten sich schließlich darauf, das Saargebiet für 15 Jahre unter das Mandat des Völkerbundes zu stellen und von einer internationalen Kommission regieren zu lassen, die dem Völkerbund unterstellt war. 1935 sollten die Bewohner entscheiden, ob sie diesen Status quo beibehalten, zu Deutschland oder zu Frankreich gehören wollten.


HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Sie finden die jeweils aktuelle HörStoff-Sendung kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung auch in der SR-Mediathek.

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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