30 Jahre Mauerfall. Was war, was bleibt, was kommt?

30 Jahre Mauerfall

Was war, was bleibt, was kommt?

Von Carolin Dylla  

Sendung: Samstag 28.12.2019 9:05 bis 9:30 Uhr

30 Jahre ist es her, dass die Mauer fiel – und damit der Weg frei war für die Wiedervereinigung des bis dahin geteilten Landes.

30 Jahre später allerdings stellt sich auf beiden Seiten der ehemaligen "Zonengrenze" die Frage: Wie stark sind die "beiden Deutschlands" tatsächlich zusammengewachsen?

Offenbar nicht allzu sehr – denn sonst wären, eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg wohl kaum Leitartikel erschienen mit Überschriften wie: "So isser, der Ossi. Wie der Osten tickt und warum er anders wählt." Es scheint, als sei “der Osten” noch immer ein Teil Deutschlands, der fremd erscheint; dessen Menschen anders sind und anders wählen - und den viele im Westen nicht verstehen.

30 Jahre nach dem Mauerfall startet der SR eine Spurensuche in Ostdeutschland – mit einer Reporterin, die zum Teil selbst noch dort aufgewachsen ist und deren Familie von dort stammt. Auf einer Reise durch Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen sucht sie Antworten auf die Fragen:

Was war – was bleibt – was kommt?

Und inwieweit lassen sich die politischen Entwicklungen im Osten mit den Erfahrungen der
Nach-Wendezeit erklären? In Gesprächen mit Privatpersonen, dem Bürgermeister einer brandenburgischen Kleinstadt, einem AfD-Politiker und Zeitzeugen für die DDR-Heimerziehung entsteht ein komplexes und vielseitiges Bild, das vor allem eines zeigt: Auch 30 Jahre nach der Wende gibt es noch immer einigen Gesprächsbedarf.

Das Bild ganz oben zeigt Pflastersteine am Brandenburger Tor in Berlin; sie markieren die frühere Spur der Berliner Mauer vor 1989/90. (Foto: dpa / Christophe Gateau)

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Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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