"Mehr als eine Marke der Moderne?!"

"Mehr als eine Marke der Moderne?!"

Das Bauhaus und sein Profil 100 Jahre nach Gründung

Von Barbara Renno. Foto: Porzellanikon/Angela Francisca Endress  

Sendung: Samstag 13.04.2019 9:05 bis 9:30 Uhr

Wer heute Bauhaus sagt, meint meist die Architektur trister Hochhaussiedlungen oder eckiger, weißer Schachteln für Besserverdiener, eingerichtet mit Design-Klassikern wie Freischwingern oder Glas- und Stahllampen. Nicht wenige sprechen vom Bauhaus-Stil, den Kritiker dämonisieren und Bewunderer heroisieren.

Dabei war das Staatliche Bauhaus, das am 12. April 1919 in Weimar gegründet wurde und aus der Zusammenlegung zweier Bildungseinrichtungen entstanden war, weniger an Stilbildung interessiert denn an der fundierten Ausbildung künftiger Architekten und Gestalter. Die sollten gute Lösungen für das Wohn- und Lebensumfeld einer modernen, demokratischen Gemeinschaft finden - den Erfordernissen der Nachkriegsgesellschaft entsprechend.

Schließlich war das Recht auf Wohnen fest in der Weimarer Verfassung verankert. Der soziale Wohnungsbau erlebte damals einen Boom wie nie zuvor und nie mehr danach.

Was ist von diesen Ideen heute noch gültig und welche Schlüsse ziehen zeitgenössische Architekten, Planer und Gestalter aus den avantgardistischen Ansätzen der Bauhäusler? Ist die Idee des "Social Design" eine Weiterführung? Und ist überall Bauhaus drin, wo Bauhaus darufsteht?


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Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

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