Religionslehrerin in Japan spricht über Jesus  (Foto: SR)

Verborgene Christen

Minderheitenkirche in Japan

Von Jürgen Hanefeld  

Sendung: Samstag 20.10.2018 9.05 bis 9.30 Uhr

 

In Japan ist es Mode geworden, "in Weiß" zu heiraten. Entsprechende "Wedding Rooms" gibt es in vielen großen Hotels. Aber mit Christentum hat das nichts zu tun. Nicht einmal ein Prozent der Japaner bekennen sich zum christlichen Glauben. Die meisten leben in der Hafenstadt Nagasaki, dort wo die ersten katholischen Missionare, meist Portugiesen, im 16. Jahrhundert anlandeten.

Nach der ersten Welle der Missionierung im 16. Jahrhundert fürchteten die Shogune, Militärherrscher, um ihre Autorität. Sie verboten das Christentum und verfolgten die Anhänger dieser fremden Religion mit brutalen Methoden. Das Verbot galt über 250 Jahre. Trotzdem gelang es einer Gruppe, ihren Glauben im Geheimen zu leben.

Bis heute sind sie in Japan als "verborgene Christen" bekannt. Aber die nimmt Erzbischof Takami nicht ernst. Viel wichtiger ist sein entschiedener Pazifismus. Seine Mutter war mit ihm schwanger, als die Atombombe fiel.


HörStoff

Samstags von 9.05  bis 9.30 Uhr auf SR 2 KulturRadio

Die Sendereihe beschäftigt sich mit Themen an den Schnittstellen von Religion, Kultur und Gesellschaft.

In den Features und Reportagen geht es um

  • Fragen von Lebenssinn, Glauben und Spiritualität

  • gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen und Veränderungen

  • Fragen der Philosophie, Theologie, Moral und Ethik

  • die Auswirkungen einer globalisierten Welt auf den Alltag der Menschen

Sie finden die jeweils aktuelle HörStoff-Sendung kurze Zeit nach ihrer Ausstrahlung auch in der SR-Mediathek.

Verantwortlich: Ursula Thilmany-Johannsen, Thomas Bimesdörfer

Kontakt: hoerstoff@sr.de


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