Assisi in Italien (Foto: pixabay/bogitw)

Nicht einer ging verloren

Spuren einer faszinierenden Rettungsaktion in Assisi

Von Corinna Mühlstedt  

Sendung: Samstag 08.09.2018 9:05 bis 9:30 Uhr

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die italienische Stadt Assisi am 9. September 1943 von deutschen Truppen besetzt.
Wenig später rief der Bischof der Stadt, Giuseppe Nicolini, einen seiner engsten Mitarbeiter zu sich, Don Aldo Brunacci.

Der Bischof verwies auf einen Brief aus dem Vatikan, der die Diözesen aufforderte, verfolgte Juden zu schützen. Man war sich rasch einig: Wo konnten solche Familien besser versteckt werden als in den Klausuren franziskanischer Klöster?

Es begann eine ebenso geheime wie atemberaubende Rettungsaktion, die Dutzenden von jüdischen Familien half und zugleich Assisi vor der Zerstörung bewahrte.

Zu den Schlüsselfiguren, die all dies unter Einsatz ihres Lebens möglich machten, gehörten nicht zuletzt bayerische Franziskanerinnen und ein Arzt aus Eichstätt: Kommandant Valentin Müller. Am Ende des Kriegs stellte man dankbar fest: Alle der fast 300 in Assisi verstecken, jüdischen Schützlinge wurden gerettet, "nicht einer ging verloren!"


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