Im Drogenkrieg die Menschenrechte verteidigen

Im Drogenkrieg die Menschenrechte verteidigen

Katholische Geistliche in Mexiko auf der Seite der Opfer

Von Viktoria Eglau  

Sendung: Samstag 30.06.2018 9:05 bis 9:30

Seit mehr als zehn Jahren befindet sich Mexiko im Krieg - einem Krieg, den die Regierungen den mächtigen Drogenkartellen erklärt haben.

Heute steht fest: Die Strategie, mit einem massiven Einsatz von Militär und Sicherheitskräften das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, ist gescheitert. Vom neuen Präsidenten, der am 1. Juli gewählt wird, erwarten die Mexikaner neue Ansätze, um die explodierende Gewalt in den Griff zu bekommen. Während der sechsjährigen Amtszeit des scheidenden Präsidenten Enrique Peña Nieto wurden mehr als 104.000 Menschen getötet.

35.000 Mexikaner gelten offiziellen Angaben zufolge als "verschwunden" - die meisten von ihnen dürften tot sein, ermordet und verscharrt von den Kartellen oder von Polizei und Militär.

Vielfach sind es katholische Geistliche, die den Opfern der gravierenden Menschenrechtsverletzungen helfen. Sie unterstützen Menschen, die willkürliche Festnahmen und Folter erlitten haben, oder Familien, die ihre verschwundenen Angehörigen suchen.

Luz María Durán, Mutter des verschwundenen Israel, aus der mexikanischen Stadt Monterrey (Foto: Victoria Eglau)
Luz María Durán, Mutter des verschwundenen Israel, aus der mexikanischen Stadt Monterrey

                                                                    


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