"Diensterklärung" von Chris Ohnemus

"Diensterklärung"

Eine Selbstbetrachtung für mehrere Stimmen

von Chris Ohnemus  

Jeden Sonntag ab 17.04 Uhr bietet die "HörspielZeit" ein literarisches Erzählhörspiel. Besonderes Gewicht im Programm der Hörspielzeit haben Autoren aus dem französischen Sprachraum, insbesondere aus Frankreich und Québec. Am 3. Februar hörten Sie "Diensterklärung" von Chris Ohnemus.

Sendung: Sonntag 03.02.2019 17.04 Uhr

Über das Hörspiel

Sie, Ende 40, kann sich den Fernsehbildern nicht entziehen: Aufnahmen von Menschen auf gefährlich überfüllten Schlauchbooten, irgendwo im Mittelmeer, von erschöpften Menschen an Zäunen, von Menschen auf der Flucht. Also beschließt sie zu helfen, und zwar nicht nur mit Sach- und Geldspenden, sondern sie spendet ein besonders kostbares Gut: Zeit. Zeit, die sie sonst mit Familie und Freunden verbracht hat, mit Musikhören und Erholung von der Arbeit. Immer öfter betreut sie – wie so viele andere - stattdessen jetzt Flüchtlinge. Doch ihr Dienst an der Gemeinschaft fordert einen hohen Tribut. Ein scharfer, dennoch sehr menschlicher Blick auf unsere Wirklichkeit zeichnet auch dieses neue Hörspiel von Chris Ohnemus aus. Ihre Wahrnehmungen hat sie künstlerisch verdichtet, dadurch bereichert sie das zu oft nur in schwarz-weiß gehaltene Bild von Flüchtlingen und Helfern um notwendige, lebendige und manchmal unbequeme Grautöne.

Bei den Aufnahmen zur "Diensterklärung"

Chris Ohnemus (Foto: Francesca Bondy)
Die Autorin: Chris Ohnemus (Foto: Francesca Bondy)

Über die Autorin

Chris Ohnemus (1964), Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Philosophie. Lebt als Autorin in Berlin: Drehbücher, Übersetzungen, Hörspiele und Theaterstücke. Für den SR schrieb sie "Sicher ist sicher" (2006), "Wer’s glaubt, wird selig" (2009, mit RB, zweiter Platz beim ARD Online-Award), "Rette sich, wer kann" (2011, mit RB), "Ein Zeichen von Großzügigkeit" (SR/RB/WDR 2013), "Nicht genug" (2014, mit RB, Robert Geisendörfer-Preis 2015) und "Was uns trennt" (2016). Nominierung zum Pix Europa 2018.

Produktion

Besetzung: Anne Ratte-Polle, Glenn Goltz, Ines Marie Westernströer, Elisa Schlott, Guido Lambrecht u. a.
Musik: Julia Klomfaß
Regie: Martin Zylka
Ton: Werner Jäger u. Barbara Göbel
Produktion: SR 2017
Länge: 49:36 Min.


Vorschau

Am Sonntag, 10. Februar, hören Sie das Hörspiel "Die Strafe" von Guy de Maupassant:

Ein Bürger Monapossas hat seine Frau ermordet. Da es dem kleinen Fürstentum jedoch zu teuer ist, eine Guillotine zu leihen, wird der Mörder zu lebenslanger Haft begnadigt. Doch der Geiz des Fürsten kennt kein Ende... Maupassants Farce über Geiz und Einfalt der Herrschenden amüsiert auch heute noch.

Download/PDF
Die Hörspielzeit - das 1. Halbjahr 2019
"Großes Kino" für die Ohren: Hier finden Sie eine Liste sämtlicher Hörspiele, die von Januar bis Juni 2019 auf SR 2 KulturRadio zu hören sind - als pdf-Datei zum herunterladen [ca. 4 MB]


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